Game Design for Future

„Game Design for Future“ ist ein gemeinschaftliches Projekt der Schulsozialarbeiterin Lena Wellenbrock der Ludwig-Windhorst-Schule Ostercappeln und der Jugendpflegerin Daniela Laig der Gemeinde Ostercappeln. Die Projektidee entstand im Anschluss an die Veranstaltung „Gaming in der Kinder- und Jugendarbeit“ von Sarah Weber während der Games Days Osnabrück 2019, die infolgedessen den Workshop an zwei Terminen fachlich unterstütze.

 

Das Projekt ist auf die Schulklassen 5 bis 8 ausgerichtet und basiert auf der Idee Computerspiele als Lernmotivation für Umweltbildung zu nutzen. Neben inhaltlichem Knowhow über nachhaltige Lebensweisen sollen die SchülerInnen gleichzeitig folgende Skills erwerben:

  • sicherer Umgang mit digitalen Medien und Einführung in die Welt des Programmierens vom individuellen Kenntnisstand der Teilnehmenden ausgehend
  • Problemlösungsverhalten, logisches Denken, Projektplanung
  • Sprachlicher Ausdruck und die Kommunikation von Ideen
  • Kreativität
  • Teamarbeit (durch die gemeinschaftliche Spielentwicklung und gegenseitige Hilfestellung bei der Nutzung der Tools)
 

Beworben wurde das Projekt über einen Zeitungsartikel, Ankündigungen über die Homepage der Schule und die Social Media Plattformen der Jugendpflege. Zudem wurden Plakate in der Schule aufgehängt und der Workshop wurde persönlich in den Schulklassen vorgestellt.

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Einstieg in die Scratch-Programmiersprache mit Hilfekarten

Der Projektablauf

Der Workshop war als wöchentliches Angebot ab Februar 2020 geplant. Jede Einheit wurde durch interaktive Internetseiten, fertige (Computer-)Spiele oder Videosequenzen zum Thema Nachhaltigkeit eingeleitet und mit den TeilnehmerInnen besprochen. Darüber hinaus wurde eine Themenpinnwand erstellt, die Teilnehmende zum selbständigen Recherchieren nach weiteren Themen einlud.

Zu Beginn wurden Informationen über eine umweltverträgliche und nachhaltige Lebensweise gesammelt, die im Anschluss mithilfe verschiedener Tools in Computerspiele übersetzt wurden. Dabei wurden die folgenden Tools eingeführt: Interaktives Storytelling mit Flickgame, Textadventure-Tool Twine, visuelle Programmiersprache Scratch, Jump-and-Run-Spieldesign mit BLOXELS, Spielhelden-Design mit Piskelapp und Upcycling von Altpapier zu GamingControllern mit MaKey MaKey.

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Ein Teilnehmer entwirft mit BLOXELS seinen Umweltheld

Durchführung trotz Corona?

Aufgrund der Corona-Maßnahme musste das Projekt von Mitte März bis Mitte September pausieren. Währenddessen wurden die SchülerInnen mit freiwilligen Arbeitsaufträgen und Videotutorials dazu eingeladen, die bereits begonnen Spiele weiterzuentwickeln und sich intensiver mit der Programmiersprache Python und dem Tool Piskelapp auseinanderzusetzen.

Laut den Projektleiterinnen sei es theoretisch möglich das Projekt rein digital abzuwickeln. Allerdings stellten diese bei der Durchführung fest, wie wichtig der Kontakt zu Gleichaltrigen und Lehrenden für die SchülerInnen ist. Insbesondere die jüngeren TeilnehmerInnen bräuchten immer wieder Anstöße und Hilfestellungen. Mehr Zeit und eine höhere Altersgrenze könne zu einer selbstständigeren Arbeitsweise bei der Verkettung der Programmiertools mit dem Thema Nachhaltigkeit beitragen.

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Projektteilnehmende testen ihre selbstgebauten Gaming-Controllern aus einer Eierschachteln am eigenen Spielen

Projektergebnis

Die entstandenen Spiele thematisieren eine nachhaltige Ernährung, Mülltrennung, Plastikvermeidung, nachhaltige Mobilität und umweltfreundliches Reisen, Nachhaltigkeit im Schulalltag und regionales Einkaufen. Einige Beispiele finden Sie auf der Gemeindehomepage (siehe unten).

Das Projekt war ein voller Erfolg und die SchülerInnen mit Begeisterung dabei: „Ich würde das auf jeden Fall weiterempfehlen. Man erfährt so viel über die Umwelt!“. Die Tools eigneten sich sehr gut für die Zielgruppe und auch nach Projektabschluss liehen einige SchülerInnen Equipment aus und beschäftigten sich weiter mit den Tools.

Die Finanzierung

Finanziell unterstützt wurde das Projekt über den Bildungsfonds des Wittlager Lands, Gaming Aid e.V. sowie von dem Förderprogramm KUBISCH – Kultur macht Schule des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.

Ansprechpartner und weiterführende Informationen

Für weitere Informationen zum Projekt können Sie sich gerne an die Jugendpflegerin Daniela Laig der Gemeinde Ostercappel wenden. Bei Durchführung eines ähnlichen Projekts ist diese auch dazu bereit die Merkblätter/Handouts für die einzelnen Software-Tools weiterzuleiten.

E-Mail: laig@ostercappeln.de

Projektbeschreibung auf der Schulhomepage

Beispiele von erstellten Spiele auf der Gemeindehomepage

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