Projektvorschlag 1: „Wir lernen unser ‚Patenkind’, den Pappelgraben, kennen“

Kurzbeschreibung

Im Rahmen dieses ersten Projekts werden die Schüler der ersten und zweiten Klassen an die schulumfassende „Bachpatenschaft“ der Grundschule „In der Wüste“ herangeführt. Nur was man kennt, kann man auch wertschätzen. Aus diesem Grund entdecken und erleben die Schüler das Gewässer als Teil ihres Schul- und Wohnumfeldes und lernen es als vielfältigen und schützenswerten Lebensraum für Tiere und Pflanzen kennen. Darüber hinaus ermitteln sie anhand einfacher Methoden den Zustand ihres „Patenkindes“. Erst der persönliche Bezug zum Gewässer eröffnet die Bereitschaft, sich langfristig für das Wohlbefinden des „Patenkindes“ einzusetzen. Zunächst wäre dies im Rahmen einer Müllsammelaktion möglich. In Hinblick auf BNE ist hier deutlich ein Schwerpunkt im ökologischen Bereich zu erkennen. Das begründet sich daraus, dass das direkte Naturerlebnis insbesondere für die Kinder der unteren Jahrgänge eine geeignete Möglichkeit darstellt, einen ersten Zugang zur komplexen Idee der Nachhaltigkeit zu gewinnen. Darauf aufbauend kann in den folgenden Jahren ein Verständnis für die Vernetzung mit wirtschaftlichen und sozial-kulturellen Aspekten angebahnt werden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Bezüge zu diesen Bereichen ausgeschlossen sind. Ausgehend von (nicht planbaren) Fragen der Kinder, können auch hier schon Verknüpfungen im Unterricht hergestellt werden.

Das gesamte Projekt (dies gilt auch für die folgenden Projekte) ist als langfristiges Arbeitsfeld zu betrachten, das nicht als einzelne Unterrichtseinheit abgehandelt wird. Erst über den fortlaufend einfließenden Bezug zum Pappelgraben im Unterricht kann sich das Wissen um entscheidende Zusammenhänge in der Umwelt kontinuierlich aufbauen. Die hier angebahnten Erkenntnisse und Fähigkeiten sind die Basis für weiterführende Projekte in den höheren Klassenstufen.

Die Arbeitsergebnisse der Schüler sollten in Ausstellungen in der Schule oder sogar am Pappelgraben präsentiert werden. Auf diesem Wege öffnet sich die Schule zum Umfeld. Die Schüler machen durch ihre Arbeiten auf ihr „Patenkind“ als Lebensraum aufmerksam. Dies wirkt sich positiv auf die Motivation der Schüler aus.

Tabelle mit Zielsetzungen, methodischen Hinweisen, Bezügen zu Fächern und Kerncurricula sowie Literatur- und Internetempfehlungen ( )


(1) Diese Projektvorschlag (einschließlich der Tabelle und den Bezügen zu den Kerncurricula) zum Pappelgraben stammt aus: Lena Hammel: Bildung für eine nachhaltige Entwicklung an Grundschulen: Konzeptionelle Grundlagen und Möglichkeiten der Umsetzung am Beispiel urbaner Gewässer in Osnabrück, 2006 (Examensarbeit)


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