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Die Vogelkirsche – (Prunus avium)

Verbreitung:

Die Vogelkirsche findet sich in ganz Europa bis zum nördlichen Kleinasien, zur Krim und dem Kaukasus.

Artenmerkmale:

  • Höhe: bis zu 30 m
  • Durchmesser: bis 1 m
  • Alter: 80-90 Jahre
  • Blätter:
Die Blätter sind 8-15 x 4-7cm gross, oval bis verkehrt-eiförmig, mit langer, schlanker Spitze; am Rande sind sie tief unregelmäßig gezähnt. Sie sind glatt und zuerst bronzegrün, später dunkelgrün; in den Achseln der Blattnerven sind sie auf der Unterseite behaart. Blattstiel 2-5 cm lang, mit 2-3 auffälligen, roten Nektardrüsen. Die Blätter sind wechselständig. Der Austrieb ist nach dem Erscheinen der Blüten Ende April oder Anfang Mai. Sie verfärben sich auffallend gelb-orange-rot.
  • Blüte:
Die Blüten erscheinen vor dem Laubaustrieb im April und Mai. Sie sind reinweiss und meist in Büschelchen von 2-6 auf 2-5 cm langen Stielchen. Sie blühen etwa 10 Tage lang, haben einen leichten, angenehmen Duft und werden durch Insekten bestäubt.
  • Früchte:
Die Früchte sind kleine, kugelige, zunächst rot und später schwarz gefärbte, essbare Kirschen an langen Stielen; der Stein ist glatt. Sie werden durch Vögel verbreitet.
  • Wurzelsystem:
Der Kirschbaum ist Herzwurzler mit weitreichenden Seitenwurzeln und geringer Feinwurzelnintensität; auf schweren Böden bildet er Flachwurzeln.

Standortansprüche

Der Prunus avium ist eine sehr lichthungrige, wärmeliebende Baumart und bevorzugt daher Waldränder, Hänge, Hecken, Feldgehhölze u.a. Er verträgt keine stärkere Beschattung und ist empfindlich gegen Nässe, salzige Böden, saure Substrate und Wind. Er bevorzugt warme, sonnige Lagen und tiefgründige, nährstoffreiche Böden mit Kalkgehalt und guter Durchlüftung. Gerne werden auch frische Lehme besiedelt; ungünstig sind arme Sandstandorte. Er ist frosthart und mag mäßig trockene bis feuchte Böden.

Holzeigenschaften

Der Splint ist schmal und rötlichweißgrau. Der Kern ein wenig dunkler bis hellrötlichbraun mit etwas gelber Tönung, gelegentlich grünstichig und grünstreifig, zu orangerotbraun nachdunkelnd.

Die feinen Gefäße sind im Frühholz etwas größer und sehr dichtstehend, halbringförmig angeordnet. Die Frühholzporen bilden eine auffällige, etwas dunklere Fladerung, das dunklere Spätholz bewirkt Längsstreifung. Die Porenrillen sind gelegentlich mit Kernstoffen gefällt und fallen dann als dunkle Linien auf. Es gibt deutliche Zuwachszonen. Die zahlreichen, feinen, dichtstehende Holzstrahlen sind gut als hellglänzende Spiegel sichtbar. Gehobelte Flächen sind schwach glänzend.

Eigenschaften: Mäßig schwindend, im Splint stärker, mäßig hart, elastisch und fest. Das Holz hat einen angenehmen Geruch.

Quellen:

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Seite zuletzt geändert am 09.04.2006 17:08 Uhr · Seitenaufrufe: 1427