Grüne Schule im Botanischen Garten der Universität Osnabrück: 2 Projekte

Der Botanische Garten der Universität Osnabrück (http://www.bogos.uni-osnabrueck.de) und hat als Ziel, die Biodiversität, insbesondere die Vielfalt der Pflanzen, zu erforschen, sie zu erhalten und zu vermitteln. Die Gründung seiner Umweltbildungseinrichtung, der ‚Grünen Schule’, erfolgte im Jahre 1993. Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit übernimmt die Grüne Schule die Aufgabe, unterschiedlichen Besuchergruppen des Botanischen Gartens die enorme Pflanzenvielfalt zu veranschaulichen und biologische Zusammenhänge lebendig zu vermitteln. Damit möchte die Grüne Schule ihren Beitrag zur Bewusstseinsbildung über die Bedeutung der biologischen Vielfalt, deren Erhaltung und nachhaltige Nutzung leisten.

Für die interessierte Öffentlichkeit bildete bislang die im ersten Steinbruch gezeigte Vielfalt weltweiter Pflanzengesellschaften den inhaltlichen Schwerpunkt der Angebote. In allgemeinen Gartenführungen, speziellen Themenführungen (z.B. Heilpflanzen, Tropischer Regenwald) und gezielten Aktionsprogrammen zu Pflanzen mit globaler Bedeutung wie Kaffeestrauch und Kakaobaum werden Erwachsene angesprochen. Mit dem seit 2011 angegliederten zweiten, naturnahen Steinbruch rückt verstärkt die heimische Flora samt Neophytenproblematik in den Fokus und eröffnet neue Aspekte nachhaltiger Entwicklung und Bildung. Für Schulen aller Schulformen und Klassenstufen gibt es Programme, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, sich mit Pflanzen und deren Bedeutung für die eigene Lebenswelt auseinander zu setzen. Sie werden angeregt, über einen Perspektivwechsel ihre eigene Lebenssituation zu reflektieren und Strategien im Sinne zukunftsfähigen Handelns zu entwickeln. Als Kooperationspartner im Projekt „Globales Lernen an lokalen Lernorten in Botanischen Gärten" konnten diese Ansätze der Grünen Schule weiter verfolgt werden, denn Ziel dieses von der Universität Osnabrück (Biologie-Didaktik) und Universität Kassel (Politik-Didaktik) getragenen Projektes, war die Entwicklung, Erprobung und Evaluation von Bildungskonzepten mit dem Fokus Globales Lernen und BNE an lokalen Lernorten im Kontext von Biodiversität. Es erfolgte 2011/12 die Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade BNE und 2012 als UN-Dekade-Projekt Biodiversität. Seit 2009 hat die Grüne Schule ihre Angebote auf den Elementarbereich ausgedehnt und bietet Vorschulkindern den interaktiven Zugang zur Pflanzenwelt. Um nicht nur einzelne Gruppen zu erreichen, sondern integrierend und generationenumfassend Biodiversität zu vermitteln, laufen seit Beginn des Jahres 2013 Themennachmittage für 6-12jährige in Begleitung eines Erwachsenen, die die Kommunikation über Nachhaltigkeit zwischen verschiedenen Generationen anregen sollen.

Zudem ist der Botanische Garten der Universität mit seiner Bildungseinrichtung Grüne Schule einer der acht Partner des Osnabrücker 3 Berge-Netzwerkes, dessen Ziel es ist, den Menschen die Natur- und Umwelt nahe zu bringen, sie für ihren Schutz zu sensibilisieren und die Kompetenzen für ein zukunftsfähiges Handeln zu stärken. Dieses Projekt wurde als BNE-Dekade-Projekt ausgezeichnet.

Globales Lernen an lokalen Lernorten in Botanischen Gärten

Der Botanische Garten der Universität Osnabrück kooperiert außerdem mit mit zwei anderen Botanischen Gärten in Deutschland und Partnern aus der Bildungsarbeit: "Globales Lernen an lokalen Lernorten in Botanischen Gärten". Auch dieses überregionale Projekt ist ein Dekade-Projekt (s. Offizielle Kurzbeschreibung des Dekadeprojektes).

Interview mit Claudia Grabowski-Hüsung am 4. Juni 2015 hier anhören


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