Fair Trade Town

Am 5. Mai 2009 hat die Stadt Osnabrück, durch einen Ratsbeschluss entschieden, an der Kampagne Fair Trade Town teilzunehmen (http://www.fairtrade-towns.de/?id=151). Um als Fair Trade Town anerkannt zu werden müssen folgende 5 Kriterien umgesetzt werden:

1. Es liegt ein Beschluss der Kommune vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates im Bürgermeisterbüro Fair Trade‐Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus Fairem Handel verwendet wird.

2. Es wird eine lokale Steuerungsgruppe gebildet, die auf dem Weg zur „Fair Trade‐Town“ die Aktivitäten vor Ort koordiniert.

3. In den lokalen Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus Fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants werden Fair Trade‐Produkte ausgeschenkt (jeweils mindestens zwei).

4. In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fair Trade‐Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt.

5. Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur„Fairtrade‐Stadt“.

Im November 2009 hat der AK Fairer Handel der LA 21 eine Steuerungsgruppe aus den Bereichen Stadtverwaltung, Lokale Agenda, Einzelhandel, Kirchen, Nichtregierungsorganisationen, Schulen und Medien gebildet. Die Steuerungsgruppe hat den Prozess der Umsetzung begleitet

Ergebnisse der Kampagne:

  • Bei allen Sitzungen des Rates und im Oberbürgermeisterbüro wird fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt.
  • 60 Einzelhandelsgeschäfte verkaufen eine Vielzahl an fair gehandelten Produkten sowie 20 Gastronomiebetriebe schenken fair gehandelte Getränke aus.
  • 11 Schulen, 6 Vereine und 20 Kirchengemeinden in Osnabrück setzen sich kontinuierlich mit dem Fairen Handel auseinander.
  • Örtliche Medien wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“, das Stadtblatt, OSRadio, Kirchenbote etc. veröffentlichen in regelmäßigen Abständen Artikel aus dem Bereich des fairen Handels. (Anlage Zeitungsartikel)

Am 7. Dezember 2010 wurde die Stadt Osnabrück, umrahmt von einer fairen Modenschau und eines öko-fairen Buffets als Fair Trade Town vom TransFair e.V. ausgezeichnet.

Des Weiteren wurde ein digitaler Einkaufsführer für Osnabrück erstellt sowie ein Aufkleber „Wir führen fair gehandelte Produkte“ (Anlage Aufkleber) erstellt, an denen Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomiebetriebe erkannt werden können, in denen faire Produkte erhältlich sind. Im Februar 2012 wurde in Kooperation mit den Jusos und der Steuerungsgruppe ein Antrag zur verstärkten Berücksichtigung sozialer, ethischer und ökologischer Gesichtspunkte im Beschaffungswesen in den Rat der Stadt Osnabrück eingebracht. Dieser Antrag wurde am 7. Februar 2012 vom Rat der Stadt Osnabrück beschlossen.

Der AK Fairer Handel des LA 21 Osnabrück und die von ihm gebildete Steuerungsgruppe „Fair Trade Town“ bereitet Zurzeit eine Bewerbung als „Hauptstadt des Fairen Handels“ vor.

Im Zusammenhang mit der Kampagne „Fair Trade Town“ entstand die Aktion „Faire Gemeinde“ die mittlerweile im Bistum Osnabrück umgesetzt wird.

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