Kurzbeschreibungen und Anlagenüberblick 2.V: Abteilungen /Institutionen der Stadt II: Bildung - Friedenskultur - (Inter)Kulturelles - Überregionales - Internationales:

Auf die besondere Bedeutung der Bereiche Frieden und Kultur wurde bereits oben hingewiesen. Beteiligt sind folgende Abteilungen der Stadtverwaltung

Auf die besondere Bedeutung der Bereiche Frieden und Kultur wurde bereits oben hingewiesen. Beteiligt sind folgende Abteilungen der Stadtverwaltung:

  • Schule und Sport (40),
  • Kultur (41),
  • Soziales und Gesundheit (50), insbes. Gesundheitsdienst Osnabrück
  • Kinder, Jugendliche und Familien (51),
  • Büro für Ratsangelegenheiten
  • Osnabrück - Marketing und Tourismus GmbH (OMT)
  • zur Volkshochschule (43) s. VI

Im Folgenden näher dargestellt werden:

  1. Lernen-vor-Ort Osnabrück (Bildungsbüro)
  2. Energiesparen in Schulen (hier FB Schule und Sport)
  3. Friedenskultur - interkulturelles (Friedensbüro)
  4. Museumpädagogik, Kulturvermittlung und Koordinierungsstelle
  5. Musik- und Kunstschule
  6. Kinderbüro /Jugend- und Kinderparlament
  7. KidS: "Kommunalpolitik in die Schulen"
  8. Kindertageseinrichtungen
  9. Gesundheitsdienst - Projekt TrinkWasser' u.a.
  10. Partnerstädte: Kontakte zu elf Städten aus aller Welt
  11. Netzwerk "Grün tagen in Osnabrück" (OMT)

Anmerkung zu den Anlagen: Bei einem von mehr als 10 Seiten, wurde in der Regel nur Titelblatt, Inhaltsverzeichnis und ggf. Einführung/Vorwort in den Anlagenordner übernommen!


1. Lernen-vor-Ort Osnabrück (Das Bildungsbüro)

Unter dem Motto „Bildungserfolg wahrscheinlicher machen“ hat es sich die Stadt Osnabrück zum Ziel gesetzt, gelungene Bildungswege zu ermöglichen. Auftrag des Programms "Lernen vor Ort" ist es, Strukturen, Konzepte und Ideen sowohl innerhalb der Stadtverwaltung als auch in Kooperation mit den externen Bildungsakteuren auf unterschiedlichen Ebenen zu entwickeln und umzusetzen. Das Bildungsbüro fungiert als Geschäftsstelle des Vorhabens und koordiniert die operative Umsetzung des datenbasierten Bildungsmanagements. Im Mittelpunkt der Arbeit des Bildungsbüros steht auf Grundlage der strategischen Stadtziele die Erhöhung der Bildungs- und Teilhabechancen insbesondere von Kindern und Jugendlichen. Zum einen setzt die Stadt dabei auf ein systematisch konzipiertes und auf Langfristigkeit angelegtes Bildungsmonitoring und zum anderen auf die Entwicklung ressortübergreifender Netzwerk- und Beratungsstrukturen, so dass die Qualität der Bildungsarbeit in der Stadt verbessert wird.

Ein besonderes Merkmal von „Lernen vor Ort“ ist die Partnerschaft staatlicher und kommunaler Einrichtungen mit nicht-staatlichen Akteuren wie beispielsweise Stiftungen, aber auch bildungsorientierte Vereine und Organisationen.

Im Rahmen einer der regelmäßig stattfindenden Bildungskonferenzen wurde bereits 2010 der Osnabrücker Bildungsbegriff formuliert, der sich an Praxis und Kompetenzen orientiert und auch die gesellschaftliche Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung berücksichtigt. Damit sind Anknüpfungspunkte vorhanden für eine Fortentwicklung des Bildungsbegriffs im Sinne des Beschlusses des Rates der Stadt Osnabrück vom 16.4.2013, der „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ zum zentralen Bestandteil des Leitbildes der Bildungspolitik der Stadt Osnabrück erklärt. Das strategische Ziel der Arbeit des Bildungsbüros, Bildungs- und Teilhabechancen insbesondere von Kindern und Jugendlichen zu erhöhen ist eine zentrale Voraussetzung einer BNE, die breite Kreise der Bevölkerung erreicht. Ein Teil der bei Lernen-vor-Ort mitarbeitenden Akteure praktiziert Umweltbildung bzw. Bildung für nachhaltige Entwicklung, z.B. der Verein für Ökologie und Umweltbildung Osnabrück, der zu den Haupt-BNE-Akteuren gehört (s. 2.I.2)

http://www.osnabrueck.de/bildungsbüro

s. Anlagen 2.V.1 (Auswahl von Dokumenten):

  • Der Osnabrücker Bildungsbegriff der Osn. Bildungskonferenz (2010)
  • Report des Bildungsbüros
  • Soziale Ungleichheit in Osnabrück. Ein kleinräumiger Ansatz mit besonderer Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen (empirische Studie des Bildungsbüros, 150 S.)
  • Bildungsberatung in Osnabrück (Broschüre, 90 S.)
  • MINT für Mädchen. Toolbox für praxisorientierte Berufsorientierung für Osnabrücker Realschulen in Kooperation mit dem städtischen Gleichstellungsbüro
  • Auswertung Bildungsberatung
  • Ausbildung 49. Deine Berufsperspektive in Stadt und Landkreis Osnabrück. Unterrichtsmaterialien
  • Verwertung von Altmaterialien. umweltschonend.wirtschaftlich.sozial. Kooperationsprojekt mit der Möwe gGmbH Qualifizieren.fördern.beschäftigen (Projektbeschreibung und Flyer)
  • Unerhört. Kultur erleben für Gehörlose. Programm 2013 FB Kultur

2. Energiesparen in Schulen. Der Fachbereich Schule und Sport der Stadt Osnabrück unterstützt zusammen mit dem Eigenbetrieb Immobilien- und Gebäudemanagement der Stadt Osnabrück seit 2008 enstsprechende Projekte, die vom Verein f. Ökologie und Umweltbildung durchgeführt werden. Seit dem 1.6.2012 unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) Energiesparen an Osnabrücker Schulen als Vorhaben klimaschutzinitiative (KSI): Einführung eines Energiesparmodells in Schulen der Stadt Osnabrück: "Pädagogisches Energiespar-Prämienmodell an Osnabrücker Schulen" (Förderkennzeichen: 03KS3070), s. auch http:///www.bmu-klimaschutzinitiative.de. Schwerpunkt sind jetzt die Grund- und Förderschulen, die alle zur Mitarbeit gewonnen werden.

s. 2.IV.11 und diesbezügliche Infos und Anlagen 2.I.2 des Vereins für Ökologie und Umweltbildung

3. Büro für Friedenskultur im Fachbereich Kultur

Als Stadt des Westfälischen Friedensschlusses von 1648 fühlt sich die Stadt Osnabrück in einer besonderen Weise verpflichtet, sich friedenskulturell zu engagieren. Träger der Osnabrücker Friedenskultur ist nicht nur die Kommune. In enger Kooperation mit zahlreichen bürgerschaftlichen Initiativen und friedenskulturell oder –politisch ausgerichteten Institutionen gestaltet die bundesweit einmalige Einrichtung eines städtischen Büros für Friedenskultur das Profil der Friedensstadt Osnabrück. Das Büro und die Kooperationspartner werden in vier Handlungsfeldern aktiv, die insbesondere die kulturelle Dimension und die Dimensionen Gerechtigkeit und Partizipation einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung abdecken:

Handlungsfeld Friedenskultur: Zur friedlichen Entwicklung einer Gesellschaft beizutragen bedeutet, sie für soziale, ökologische oder ökonomische Missstände oder Fehlentwicklungen zu sensibilisieren und Handlungsoptionen aufzuzeigen. So schaffen beispielsweise die prominent besetzten, bundesweit beachteten Osnabrücker Friedensgespräche eine Öffentlichkeit zu aktuellen gesellschaftspolitischen Diskursen oder internationalen Konflikten. Mit dem Erich Maria Remarque-Friedenspreis wird ein herausragendes friedenspolitisch relevantes publizistisches Engagement gewürdigt und im Rahmen eines Kinderfriedensfestes, dem jährlichen Steckenpferdreiten aller Osnabrücker Viertklässler anlässlich des Jahrestages des Westfälischen Friedensschlusses, werden Kinder mit Fragen von Krieg und Frieden, Kinderrechten oder weltweiten Ungerechtigkeiten sensibilisiert.

Anlagen 2.V.3:

  • Broschüre und Flyer 2013 Friedengespräche,
  • E.M.R.-Friedenspreis
  • Friedenstag 2012
  • Kinderheft Steckenpferdreiten

Handlungsfeld Interkultur: Was in den sechziger Jahren in Osnabrück mit den ersten so genannte „Gastarbeitern“ begann, ist heute eine von über 50 Jahren Einwanderung geprägte Kommune, in der Menschen aus über 140 Nationen beheimatet sind. Hier geht es nicht nur um Toleranz und Verständigung, sondern darum „Diversität“ anzunehmen und ihre Potentiale zu nutzen. Im Rahmen der durch das Büro für Friedenskultur koordinierten biennal stattfindenden Osnabrücker „Wochen der Kulturen“ wird dieser Vielfältigkeit in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten ein Forum geboten. In einem umfassenden Beteiligungsprozess gestalten ca. 100 Einrichtungen und Initiativen, überwiegend die Migrantenselbstorganisationen, ein Programm, in dem gefeiert, diskutiert und informiert wird und das im Sinne von „Empowerment“ eine selbstbewusste kulturelle Teilhabe ermöglicht. Langfristiges Ziel ist dabei, Veranstaltungsformate wie spezielle „Wochen der Kulturen“ zunehmend überflüssig zu machen. Kulturelle „Diversität“ muss integraler Bestandteil des kulturellen Angebotes in einer pluralistischen Kommune sein.

Anlagen 2.V.3: Boschüren Wochen der Kulturen 2009/2011

Handlungsfeld Internationaler Dialog: Während die interkulturelle Arbeit auf die Stadtgesellschaft gerichtet ist, trägt die Kulturarbeit zu verschiedenen Länderschwerpunkte, die wiederum mit lokalen, aber auch internationalen Partnern gestaltet wird, zur internationalen Verständigung bei. Im Fokus standen bereits die Türkei, Japan und auch Russland. Zudem richtet das Büro für Friedenskultur seit 1997 gemeinsam mit Einrichtungen und Initiativen der Entwicklungszusammenarbeit und Kultur biennal ein Afrika-Festival aus. Unter verschiedenen thematischen Schwerpunkten wird ein Blick auf die politischen, gesellschaftlichen und umweltrelevanten Entwicklungen sowie die zeitgenössische Kultur der unterschiedlichen Regionen des Kontinents geworfen. Zahlreiche Angebote in Schulen bieten Kindern und Jugendlichen durch projektbezogenes Lernen mit künstlerischen und gestalterischen Methoden einen Einblick in afrikanische Lebenswirklichkeiten und fördern ihre interkulturellen Kompetenzen.

Anlagen 2.V.3: Afrika-Festival 2010/ 2012

Handlungsfeld Erinnerungskultur: Für die Friedensstadt Osnabrück sind die Auseinandersetzung mit und die Erinnerung an die Geschichte des Nationalsozialismus wichtige Profil bildende Bausteine. Im Sinne einer Friedenskulturarbeit sind sie immer auch mit der Zielsetzung verbunden, heutige Generationen zur Auseinandersetzung mit der Gegenwart zu befähigen und das Engagement für die Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft und für die Bewahrung von universellen Werten wie Menschenwürde und Grundrechten zu stärken. Neben der Stadt Osnabrück ist Träger dieser Arbeit ein breites Spektrum bürgerschaftlicher Initiativen und Einrichtungen. Partizipationsprojekte, wie das „Projekt Stolpersteine“ oder die Gestaltung des Gedenktages 9. November durch Osnabrücker Schulen, fördern durch die aktive Einbindung eine nachhaltige Identifikation mit dem Thema oder mit der Intention des jeweiligen Projekts. Zielsetzung ist, im Rahmen der Gestaltung einer Erinnerungskultur die auch zukünftige Generationen anspricht, auch die Migrantinnen und Migranten und ihre Organisationen einzubeziehen und neue Formen einer Kultur der Erinnerung zuzulassen.

Anlagen 2.V.3:

  • Flyer Stolpersteine
  • Flyer 9. Nov. 2011/2012

http://www.osnabrueck.de/Friedenskultur

weitere Anlagen 2.V.3: Info Friedenskultur (Webinfo)

4. Museumpädagogik, Kulturvermittlung und Koordinierungsstelle

Zum zuständigen Fachbereich Kultur gehören auch städtischen Museen, im Hinblick auf BNE insbesondere das Museum am Schölerberg, Natur und Umwelt, Planetarium (41-3), das als BNE-Akteur bereits unter 2.I.3 beschrieben wurde. Ursprünglich gehörte auch das unter 2.I.4 beschriebene Museum für Industriekultur dazu, das 1998 in eine gGmbH umgewandelt. Beide Museum haben ein umfangreiches und ansprcusvolles Bildungsangebot für die verschiedenen Adressaten, das sich an dem Leitbildung einer nachhaltigen Entwicklung orientiert.

s. Kurztexte und Anlagen 2.I.3 und 2.I.4

Eine wichtige Einrichtung ist die Koordinierungsstelle Schule und Kultur: Hinsichtlich schulischer und außerschulischer kultureller Angebote nimmt sie die Funktion eines zentralen Service- und Informationszentrums war. Seit Februar 2005 verschickt die Koordinierungsstelle viermal im Jahr "Schultüten" mit Kulturinformationen für Schulen im Landkreis und in der Stadt Osnabrück. Darin sind gelegentlich auch Infos aus dem Bereich Umweltbildung und BNE dabei.

http://www.osnabrueck.de/10816.asp

http://www.osnabrueck.de/11656.asp?CFID=2212412&CFTOKEN=76937954

Anlagen 2.V.4

  • Kulturtipps für Kids (u.a. Museumspäd.)
  • Info zur Koordinierungsstelle

5. Musik- und Kunstschule

Als Kooperationspartner von über 90% aller Osnabrücker Schulen und aller städtisches Kitas steht die Musik&Kunstschule (MKS) im Fachbereich Kultur für Teilhabegerechtigkeit im Rahmen der kulturellen Bildung. Die soziale und kulturelle Dimension der BNE erfüllt die MKS damit in jeder Unterrichtsstunde, jedem Kurs und jedem Projekt. Mit den dezentralen Schulprojekten, darunter auch mit allen Förderschulen, erreicht die MKS insbesondere auch Kinder der sog. bildungsfernen Schichten und Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund. Die MKS ist die einzige kommunale Musik- und Kunstschule mit einem Lehrer für Saz, der türkischen Langhalslaute. Die Angebotspalette erstreckt sich von vorgeburtlichen Musikkursen bis zum generationsübergreifenden Seniorenprogramm 50 plusminus. Die MKS bietet Gelegenheit zum ehrenamtlichen, bürgerschaftlichen Engagement und nahm an den Programmen kek (Kultur-Engagement-Kompetenz) der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) teil, sowie mit der „Medienwerkstatt der Generationen“ als sog. Leuchtturmprojekt am Programm Freiwilligendienst der Generationen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Im Jahr 2007 wurde die MKS mit dem Preis Mixed Up der BKJ ausgezeichnet. Gelobt wurde seinerzeit das vorbildlich geschaffene lokale Bildungsnetzwerk. Durch die Teilnahme am Programm „Wir machen die Musik“ des Verbandes niedersächsischer Musikschulen konnte diese Kooperation mit Schulen und Kitas noch weiter ausgebaut werden. Einen wichtigen Baustein im Programm der MKS stellt die Kooperation mit den Förderschulen der Stadt, Landeseinrichtungen oder der Heilpädagogischen Hilfe dar. Die inklusive Takkatina Band wurde mit mehreren nationalen und internationalen Preisen bedacht. Zahlreiche selbst geschriebene Theaterstücke aus der Kooperation mit Schulen behandeln soziale, inklusive oder umweltorientierte Themen. Im Bereich der Kunst in die BNE immer wieder Thema, sowohl technisch in Hinblick auf die verwendeten Materialien (Sojaöl statt Nitroverdünnung oder Terpentinersatz; Einsatz von speziellen bleifreien Buchdrucklettern etc) , als auch inhaltlich/thematisch. Mehrere Schulprojekte aus der Kooperation der Offenen Druckwerkstatt wurden mit überregionalen Preisen versehen, so u.a. umwelt- oder interkulturellorientierte Bücher mit dem Titel: „Meine Welt – Deine Welt – Unsere Welt“ , „Wir kommen aus verschiedenen Ländern und sind doch alle hier“ oder auch mit (stadt)geschichtlichen Themen wie „Ein Steckenpferd erzählt“ oder „Brundibar und die Zeit des Nationalsozialismus“. Die MKS ist darüber hinaus Kooperationspartner aller städtischen Kulturinstitutionen und zahlreicher freier Kulturanbieter. In diesem Rahmen kam es u.a. zu mehreren Ausstellungsbeteiligungen mit dem Museum für Natur und Umwelt am Schölerberg, zur Initiierung der Ausgrabungen am ehemaligen Zwangsarbeitslager Augustaschacht oder zu umweltorientierten Ausstellungen mit der Zooschule. Für die MKS sind Begabtenförderung und kulturelle Breitenarbeit kein Widerspruch. Die MKS fördert alle Begabungen. Sie identifiziert sich mit den Entwicklungszielen der Friedensstadt Osnabrück. Für die MKS steht fest, dass das Lernen mit allen Sinnen, das eigene kreative Tun, sowie das kulturelle, soziale und persönliche Wachstum unbegrenzt möglich sind. Diese Ressourcen pflegt die MKS, damit sie weiterhin unbegrenzt nachwachsen können und späteren Generationen zur Verfügung stehen.

http://www.osnabrueck.de/6544.asp

s. Anlagen 2.V.5

  • Leitbild
  • Angebote
  • Medienwerkstatt der Generationen
  • Info-Flyer

6. Kinder- und Jugendbüro: Jugendparlament

Die Einrichtung eines Kinder- und Jugendbüros ist ursprünglich in der 2. Hälfte der 1990er Jahre aus der Lokalen Agenda 21 entstanden. Sie widmete sich der Aufgabe der Partizipation von Kindern und Jugendlichen, die schon der Agenda 21 von 1992 ein zentrale Rolle spielte und als Kompetenz Kern einer modernen Bildung für nachhaltigen Entwicklung ist (Gestaltungskompetenz). Seit dem 4. Oktober 2007 ist das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Osnabrück mit neuen Aufgaben im Fachbereich "Kinder, Jugendliche und Familien (51)" wieder geöffnet worden. Dieses Büro ist die zentrale Anlaufstelle für Fragen, die Kinder und Jugendliche betreffen. http://www.kinderundjugendbuero-os.de/

Das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Osnabrück setzt sich für die aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ein. Partizipation wird dabei als wesentliche Methode des Erwerbs von sozialen und kulturellen Kompetenzen angesehen. Inhaltlich hat das Kinder- und Jugendbüro drei wesentliche Schwerpunkte: Politische und kulturelle Jugendbildung, Pädagogische Spielraumplanung sowie Jugendinformation. Als Service bündelt das Kinder- und Jugendbüro relevante Informationen für Kinder und Jugendliche, die über das Kinderportal http://www.kinderportal-os.de und das Jugendportal http://www.jugendportal-os.de abgerufen werden können. Die Portale geben Tipps und Rat zu Natur, Kultur, Sport, Internet. Bei den Jugendlichen kommen noch Themen der Berufwahl und von Reisen und Begegnungen in anderen Ländern dazu. Darüber hinaus unterstützt dieses Büro Kinder und Jugendliche dabei, ihre eigenen Projekte umzusetzen!

Jugendparlament:

Zur verbesserten Beteiligung von Jugendlichen an kommunalen Strukturen und Entscheidungen sowie zur Stärkung des politischen Engagements von jungen Menschen gibt es in Osnabrück ein Jugendparlament als repräsentative Form einer direkten Jugendbeteiligung.

Am 7. und 8. Juni 2013 finden zum ersten Mal Wahlen zu einem Jugendparlament statt. Damit die Wahl auch ordnungsgemäß durchgeführt werden kann, finden Ende Mai Schulungen für die freiwilligen Wahlhelfer der beteiligten Schulen und aller Jugend- und Gemeinschaftszentren statt. Die 33 gewählten Mitglieder des Jugendparlaments im Alter von 14 bis 18 Jahren vertreten für 2 Jahre die Interessen Osnabrücker Jugendlicher. Sie beteiligen sich an Vorhaben der Stadt zu jugendrelevanten Themen und machen den politischen Gremien Vorschläge zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von Jugendlichen.

http://www.jugendparlament-os.de

Beirat für Kinderinteressen:

In der Stadt Osnabrück gibt es einen Beirat für Kinderinteressen. Er ist fachpolitisch dem Jugendhilfeausschuss zugeordnet und wirkt an der Schnittstelle von Politik, Kindereinrichtungen, Fachverbänden und Bürgern. Dadurch werden die Förderbelange für Kinder ergänzend und vertiefend zum Jugendhilfeausschuss beraten und insbesondere die Vertretung der Interessen von Kindern organisiert.

s. Anlagen 2.V.6

  • Info-Zusammenstellung (von Webinfo)
  • Broschüre Und Tschüss 2013_web
  • Dokumentation der ersten Jahre
  • Projektdokumentation Kinderstadt2010
  • Kinder- u. Jugendbüro Strukturkonzept Jugendparlament

7. Projekt "Kommunalpolitik in die Schulen (KidS)"

Seit 12 Jahren ist dieses vom Büro für Ratangelegenheiten Erfolgsmodell gegen Politikverdrossenheit bei Jugendlichen in Osnabrück:

Seit 2001 findet im Osnabrücker Rathaus zweimal jährlich für 4-6 Wochen das KidS-Projekt statt. Nach einer Ratsinitiative und auf der Grundlage des Konzeptes des Osnabrücker Studiendirektors Reinhardt Fulge ist im Frühjahr des Jahres 2001 der erste KidS-Durchlauf als Gemeinschaftsprojekt einiger engagierter Ratsmitglieder gestartet worden:

Jeweils 50 Schüler/innen erhalten die Möglichkeit, für 4-6 Wochen Kommunalpolitik hautnah mitzuerleben. Sie begleiten die Osnabrücker Ratsmitglieder in dieser Zeit zu Ausschusssitzungen, nehmen an vorbereitenden Fraktionssitzungen teil, besuchen sonstige Gremiensitzungen, die Ratssitzung und auch repräsentative Veranstaltungen – dies alles, genau wie die Ratsmitglieder, in ihrer Freizeit.

Das Projekt findet in enger Zusammenarbeit mit den Fraktionsgeschäftsstellen – jeweils vorbereitend für ihre Ratsmitglieder – statt. Einige organisatorische Abläufe werden durch die Verwaltung, das Büro für Ratsangelegenheiten, koordiniert.

Die wechselnd teilnehmenden Schulen werden gebeten, den Schülern in ihren Klassen Gelegenheit zu geben, über ihre Erfahrungen zu berichten. Es wird besonderer Wert darauf gelegt, dass nicht nur Schüler von Gymnasien an dem Projekt teilnehmen. Daher werden jeweils alle Schulen, an denen 10. Klassen existieren, zur Teilnahme eingeladen. Im vergangenen Schuljahr ist das Projekt wegen der Verkürzung der Schulzeit auch für Teilnehmer aus 9. Klassen geöffnet worden.

Bisher haben im Laufe der Jahre insgesamt ungefähr 1.200 Schülerinnen und Schüler an dem Projekt teilgenommen und das Interesse ist unverändert groß, von Politikverdrossenheit also keine Spur in Osnabrück!

s. Anlagen 2.V.7:

  • Buch(Cover + Inhaltsverz.) zum Projekt

8. Kindertagesstätten

Bei der Stadt ist der Fachdienst Kinder (51-2) des Fachbereichs Kinder, Jugendliche und Familien (51) zuständig. Aus den Erfahrungen des AK Umweltbildung ergibt sich, dass etliche Kindertagesstätten sich im Bereich Umweltbildung /Bildung für nachhaltige Entwicklung engagieren. Ein hoher Anteil der Kindertagesstätten ist konzeptionell durch ihre religiösen Träger geprägt. In diesen Fällen ergibt sich eine solche Ausrichtung auch aus der zugrundeliegenden Bildungskonzeption. Bei den Agenda-Wettbewerben des AK-Umweltbildung gab es in den letzten Jahren immer Beiträge von Kitas, auch im aktuellen Fall zum Thema Osnabrück nachhaltig mobil.

Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch der 'Waldkindergarten Osnabrück, der aus einer Initiative im Verein für Ökologie und Umweltbildung Osnabrück (s. 2.I.2) entstanden ist, mit ihm noch verbunden ist (http://www.umweltbildung.uni-osnabrueck.de/Verein/Wakiga), seit 1999 in der Trägerschaft der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück als Waldkindergarten Hörner Bruch besteht.

s. https://www.os-hho.de/kindheit-und-jugend/kindertagesstaetten/waldkindergarten.html)

http://www.osnabrueck.de/kindertagesbetreuung

s. Anlagen 2.V.8:

  • Bildungskonzetion der Ev. Kindertagesstätten
  • Beiträge von Kitas zu den Agenda-Wettbewerben
  • Konzeption des Osnabrücker Waldkindergartens

9. Gesundheitsdienst Osnabrück: Projekte

Dieser Bereich ist zwischen Stadt Osnabrück und dem Landkreis Osnabrück seit ein paar Jahren zusammengefasst. Der Gesundheitsdienst umfasst u.a. folgende Bereiche: Kinder- und Jugendgesundheitsdienst, Zahngesundheit, Sozialpsychiatrischer Dienst, Gesundheitsförderung.

Ein Instrument der Gesundheitsförderung ist die seit 2005 bestehende Gesundheitskonferenz, aus der u.a. der "Wegweiser" Gesundheitsförderung für die Gesundheitsregion Osnabrück entstanden ist (http://www.gesund-os.de/). Außerdem sind mehrere Teilnetzwerke entstanden, in denen Fachleute verschiedener Berufsgruppen zum jeweiligen Netzwerkthema zusammen arbeiten.

s. http://www.landkreis-osnabrueck.de/gesundheit/gesundheitsdienst-fuer-landkreis-und-stadt/gesundheitskonferenz

Anlagen 2.V.9

  • Gesundheitsdienst Gesundheitskonferenzen 2003 bis 2012
  • Gesundheitsdienst Gesundheitstag 2012
  • Flyer u.a.

Eines der Netzwerkthemen ist das Projekt Trink!Wasser: Ziel ist es, möglichst allen allgemeinbildenden Schulen in Stadt und Landkreis kostenlosen Zugang zu hygienisch-einwandfreiem und attraktiv-aufgesprudeltem Trinkwasser zu ermöglichen. Oft trinken Kinder und Jugendliche in der Schule gar nicht oder nur sehr wenig, dies kann sich negativ auf die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit auswirken. Auch die Wahl der Getränke ist nicht immer Ideal, die beliebtesten Getränke (Softdrinks und Säfte) haben einen hohen Zucker- und Säuregehalt. Das Projekt ist durch die Arbeit des Netzwerks Adipositas des Gesundheitsdienstes für den Landkreis und die Stadt Osnabrück entstanden. Durch die kostenlose Versorgung mit Trinkwasser soll den Schülern eine gute Alternative geboten werden und auch vom lästigen Schleppen der Trinkflaschen befreit werden. Eine gute Versorgung mit ausreichend Flüssigkeit hat viele positive Auswirkungen auf den Körper, so zeigt zum Beispiel eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE), dass ein Wasserspender in der Schule (eine rege Nutzung vorausgesetzt) das Auftreten von Übergewicht verringert.

Neben der positiven Wirkung für die Gesundheit entstehen noch weitere positive Auswirkungen: Kostenersparnis für die Eltern, weniger Gewicht in den Schultaschen, mehr Zeit für die Lehrer oder Mitarbeiter die sich sonst um die Getränkeversorgung gekümmert haben. Wenn sich eine Schule dafür entscheidet einen Wasserspender aufzustellen, muss sie nicht alle Kosten selber tragen. Durch die Kooperation mit den Wasserversorgern wird ein Teil der Kosten übernommen. Schulen mit einem Trinkwasserspender sollen langfristig mit einem Gütesiegel ausgezeichnet werden.

An diesem Projekt sind aus der Stadt etwa ein Dutzend Schulen beteiligt, insgesamt 45 Schulen.

Anlagen 2.V.9

  • Projektskizze Trinkwasser für Schulen allgemein
  • TrinkWasser Kurzbeschreibung für Schulen allgemein
  • Strukturplan TrinkWasser 2013

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die "gesunde Stunde": Ziel ist es, das Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise zu fördern. Dazu gehört eine tägliche gesunde Stunde ohne Fernseh- und Computerkonsum. Stattdessen heißt die Devise: Sport und Spiel, Bewegung, Entspannung, gesunde Ernährung sowie Beschäftigung mit der Familie. Das Projekt richtet sich an Familien und Schulen, von denen auch einige Schulen aus der Stadt regelmäßig beteiligt sind.

http://www.landkreis-osnabrueck.de/gesundheit/gesundheitsdienst-fuer-landkreis-und-stadt/gesunde-stunde

s. Anlagen 2.V.9

  • Flyer Die Gesunde Stunde
  • Gesunde Stunde Aktuell_März 2013
  • Gesunde Stunde Aktuell_Dezember 2012
  • Gesunde Stunde Aktuell_September 2012
  • Gesunde Stunde Aktuell_Juni 2012

Alle zwei Jahre wird mit vielen Teilnehmern der Jugendgesundheitstag durchgeführt, der sich an ein breites Publikum richtet.

Anlagen 2.V.9: Broschüre Jugendgesundheitstag 2012 in Bad Essen

10. Partnerstädte: Kontakte zu elf Städten aus aller Welt:

Auf eine mehr als fünfzigjährige Tradition blickt die Stadt Osnabrück hinsichtlich ihrer Städtepartnerschaften und freundschaftlichen Beziehungen mit Städten in der ganzen Welt zurück. Es begann 1961 als die Stadt ihren ersten Partnerschaftsvertrag mit der niederländischen Stadt Haarlem schloss. Zehn weitere folgten, so dass Osnabrück mittlerweile freundschaftliche Kontakte zu elf Städten aus aller Welt unterhält: Angers, Çanakkale, Derby, Evansville, Gmünd, Greifswald, Haarlem, Hefei, Kwangmyong, Twer und Vila Real. Im Mittelpunkt der Freundschaften stehen zahlreiche Begegnungen auf sportlicher, wirtschaftlicher, kultureller, wissenschaftlicher und privater Ebene. Eine bislang einmalige Einrichtung in der Bundesrepublik Deutschland ist der Austausch von Städtebotschafterinnen und Städtebotschaftern mit den Partnerstädten Angers, Çanakkale, Derby, Haarlem und Twer. Hier arbeiten junge Leute ein Jahr lang in der Stadtverwaltung der jeweiligen Partnerstadt bzw. in der Osnabrücker Stadtverwaltung. Als Botschafter ihrer Heimatstadt erledigen sie dort alle anfallenden Tätigkeiten im Rahmen der Partnerschaft.

http://www.osnabrueck.de/18805.asp

Anlagen 2.V.10

  • Partnerstädte Städtebotschafter_Ein Jahr im Ausland arbeiten
  • Partnerstädte Broschüre Städtebotschafter_Angers
  • Partnerstädte Broschüre Städtebotschafter_Çanakkale
  • Partnerstädte Broschüre Städtebotschafter_Derby
  • Partnerstädte
  • Flyer Freundschaftsstadt Evansville
  • Flyer Freundschaftsstadt Gmünd
  • Partnerstädte Flyer Freundschaftsstadt_Hefei
  • Flyer Freundschaftsstadt Kwangmyong
  • Flyer Partnerstadt Angers
  • Flyer Partnerstadt Çanakkale
  • Flyer Partnerstadt Derby

+Flyer Partnerstadt Greifswald

  • Flyer PartnerstadtHarlem

Flyer Partnerstadt Twer Flyer Partnerstadt Vila Real

11.Netzwerk "Grün tagen in Osnabrück" des Osnabrück - Marketing und Tourismus GmbH (OMT)

Mit dem Projekt "Grün tagen in Osnabrück" hat das Tagungs- und Kongressbüro der Osnabrück – Marketing und Tourismus GmbH (OMT) seit 2010 zu einer nachhaltigen Entwicklung des Geschäftstourismus in Osnabrück und im Osnabrücker Land beigetragen. In Osnabrück und im Osnabrücker Land ist die regionale Kongressbranche auf dem besten Weg dorthin. Das Netzwerk "Grün tagen in Osnabrück" wurde 2010 von zehn Anbietern aus der Kongressbranche unter der Federführung des Tourismus- und Tagungsservices gegründet. Die Umsetzung wurde in den ersten zwei Jahren von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert. Auf der Webseite des Projektes sind Hilfen und Empfehlungen zusammengestellt.

http://www.osnabrueck.de/tagungsservice/11926.asp

s. Anlagen 2.V.11:

  • Flyer "Grün tagen in Osnabrück"
  • Info zu "Grün tagen in Osnabrück" und Osnabrücker Marketing und Tourismus GmbH (OMT)

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