Weltaktionsprogramm BNE ab 2015!

Das Jahr 2014 markiert das Ende der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)", das Jahresthema hieß in Deutschland deshalb "Brücken in die Zukunft". Es schließt sich 2015 ein Weltaktionsprogramm zu BNE an - zunächst bis 2019 und mit Verlängerungsoption bis 2024

Unter den Akteuren herrschte schon länger Einigkeit darüber, dass die im Rahmen der Dekade gestartete Maßnahmen weitergeführt und vertieft werden müssen - national und international. Dies sehen auch fast alle Parteien, die Bundesregierung, die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) und andere politische Institutionen so.

Auf dem BNE-Portal findet man Beiträge zur nationalen und internationen Diskussion über Folgeaktivitäten zur UN-Dekade, z.B. ein Weltaktionsprogramm u.ä., in dem die lokale Ebene eine herausragende Rolle spielt: Lokale Bildungslandschaften - local communities. Ausführlich formuliert ist dies in einer Roadmap für das Weltaktionprogramm GAP

 

"Aichi-Nagoya-Declaration" verabschiedet

%newwin Quelle (21.11.2014

In Aichi-Nagoya, Japan, ist am 12. November 2014 die UNESCO-Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" zu Ende gegangen. In der zum Abschluss der Konferenz verabschiedeten Erklärung werden alle Mitgliedstaaten der UNESCO aufgerufen, ihr Engagement für das Bildungskonzept fortzuführen und zu erhöhen.

Die UN-Dekade habe Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) national wie international auf die politische Agenda gesetzt, heißt es in der "Aichi-Nagoya-Declaration". Darüber hinaus habe sie auch dazu beigetragen, das Bildungskonzept zu schärfen und zu zahlreichen vorbildlichen Beispielen für dessen Umsetzung in die Praxis angeregt.

"Wir hatten die Gelegenheit, erfolgreiche Initiativen aus aller Welt kennenzulernen und konnten Regierungsvertretern und weiteren Schlüsselakteuren helfen, neue Zielsetzungen zu formulieren", fasst Quian Tang, Beigeordneter Generaldirektor für Bildung der UNESCO die drei Tage von Nagoya zusammen. "Wir haben diese Zielsetzungen in einer Roadmap zusammengefasst, die die Umsetzung des kommenden Weltaktionsprogramms BNE unterstützen wird." Das Weltaktionsprogramm BNE gibt den Rahmen für die Folgeaktivitäten zur UN-Dekade in den Jahren 2015 bis 2019 vor und ist von der 37. Generalversammlung der UNESCO im November 2013 verabschiedet worden. Es sieht eine Fokussierung auf fünf besonders wichtige Aktionsfelder vor:

  • Schaffung eines förderlichen Umfeldes zur festen Integration von BNE in die nationale und internationale Bildung- und Entwicklungspolitik.
  • Förderung ganzheitlich-institutioneller BNE-Ansätze in Bildungseinrichtungen.
  • Fähigkeiten zur BNE-Vermittlung von Lehrerinnen und Lehrern, Ausbilderinnen und Ausbildern, Erzieherinnen und Erziehern sowie weiteren "Change Agents" stärken.
  • Die Jugend als wichtigen Akteur des Wandels besonders unterstützen.
  • BNE-Aktivitäten in lokalen Bildungslandschaften verstärken.

Die "Aichi-Nagoya-Declaration" weist darauf hin, dass das Weltaktionsprogramm ein konkreter Beitrag zur Post-2015 Agenda ist, der darauf abzielt, BNE auf allen Ebenen und in allen Bereichen des Bildungssystems zu verankern. Die Erklärung fasst die Erkenntnisse aus der UN-Dekade sowie die Beratungen der Weltkonferenz und Treffen von Stakeholdern, die in der vergangenen Woche in Okayama stattgefunden haben, zusammen. Die Ergebnisse der Konferenz sollen in das Weltbildungsforum eingebracht werden, das im Mai 2015 im südkoreanischen Incheon stattfinden wird. Bereits im Eröffnungsplenum der Weltkonferenz war der finale Bericht der UNESCO über die UN-Dekade "Shaping the Future We Want" vorgestellt worden.

Aus Deutschland hat eine hochrangige Delegation, die von Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung angeführt wurde, an der Konferenz teilgenommen, um die Umsetzung der UN-Dekade in Deutschland vorzustellen.


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