Pr├Ąmienprogramm ÔÇ×fifty-fiftyÔÇť

Der ÔÇ×fifty-fiftyÔÇť- Ansatz ist ein Anreizsystem zur Senkung des Elektroenergie-, Heizenergie- und Wasserverbrauchs an Schulen. Gro├č geworden ist dieser Ansatz in Hamburg, der dort schon seit Oktober 1994 besteht. Aber auch in vielen weiteren St├Ądten, wie Darmstadt, Frankfurt, Kiel, K├Âln, Leipzig, Meerbusch und Berlin, wurde ÔÇ×fifty-fiftyÔÇť so oder ├Ąhnlich aufgegrif-fen. Durch Verhaltens├Ąnderungen insbesondere von Sch├╝lern, aber auch von Lehrern und dem Hausmeister, soll es zu Energie- und Wassereinsparungen kommen. Die dabei eingesparten Betriebskosten f├╝r Energie und Wasser werden zur H├Ąlfte an die ÔÇ×fifty-fiftyÔÇť-Schule ausgezahlt und ihr zur freien Verf├╝gung gestellt. Die andere H├Ąlfte der Einsparung reduziert die Energiekosten des Schultr├Ągers.

Vorbereitung und Begleitung des Modellversuchs

Damit die Schule ihre Einsparergebnisse ermitteln kann, muss zuallererst der Verbrauch an Heizenergie, Elektroenergie und Wasser des aktuellen Jahres mit dem Verbrauch eines Basis-jahres bzw. dem Durchschnitt mehrerer Jahre anhand einer ├ťbersicht verglichen werden. Aus dem arithmetischen Mittel dreier Jahresverbr├Ąuche vor dem Projektstart, wird die Bemessungsgr├Â├če f├╝r Strom, Heizenergie und Wasser ermittelt. Korrekturfaktoren, wie Witterung und baulich-technische Ver├Ąnderungen werden dabei ber├╝cksichtigt. Nach drei Jahren wird die Bemessungsgr├Â├če im Vergleich zum tats├Ąchlichen Verbrauch von der Umweltbeh├Ârde ├╝berpr├╝ft und ggf. neu festgelegt. Nach der Berechnung der Umweltbeh├Ârde werden am Ende eines Abrechnungszeitraumes der Schule 50 % der Energie- und Wasserkosteneinsparung von der Beh├Ârde f├╝r Schule, Jugend und Berufsbildung ausgezahlt.

Bisherige Ergebnisse

Im Oktober 1994 beteiligten sich 24 Schulen an diesem Projekt. Bereits in diesem Jahr wurden von den Schulen 4.585 MWh Heizenergie (8,6%), 495.000 kWh Strom (6,9%) und 7.940 cbm Wasser (12,1%) eingespart. Durchschnittlich senkten die Schulen ihre Energie- und Wasserkosten um 7 %. Die teilnehmenden 40 Schulen der ersten beiden Jahre sparten insgesamt 1,15 Mio. DM ein und ├╝ber die Zeit hinweg lag die Durchschnittspr├Ąmie bei 9.000 DM pro Schule. Die Pr├Ąmien k├Ânnen frei verwendet werden, z.B. f├╝r die Anschaffung von Lehr- und Lernmitteln. Viele Schulen investieren jedoch auch in neue Energie- und Wassereinsparma├čnahmen, wodurch sich die Einsparungen in den Folgejahren weiter erh├Âhen.

Sparma├čnahmen

Diese und viele weitere Sparma├čnahmen werden von ÔÇ×fifty-fiftyÔÇť-Schulen genutzt. Diese sind so einfach durchzuf├╝hren, dass jede Schule mit einfachen Mitteln und ein wenig Aufmerksamkeit auch zu Energie- und Wassereinsparungen gelangen kann.

  • richtig L├╝ften: vor Unterrichtsbeginn kurz Sto├čl├╝ften, als Kippstellung die ganze Zeit
  • Thermostatventile richtig einstellen: Energie wird gespart, wenn sich die Thermostatventile bei einer Raumtemperatur der Klassenr├Ąume von 20┬░ C schlie├čen. F├╝r die Pausenhalle, Sporthalle und Flure reichen 15┬░ C
  • auf T├╝ren und Fenster achten: nach Schulunterricht und schulfreien Zeiten Fenster und T├╝ren schlie├čen
  • im Winter Au├čent├╝ren und T├╝ren zwischen unterschiedlich warmen R├Ąumen nicht offen stehen lassen
  • niedrige Temperaturen an der Heizungsanlage f├╝r die Nachtabsenkung einstellen
  • Schulbeleuchtung abends und morgens nur dort einschalten, wo es erforderlich ist
  • in leeren Klassenr├Ąumen kein Licht brennen lassen
  • Zeitschaltuhren f├╝r elektrische Ger├Ąte, wie Brennofen, nachts betreiben, um den kosteng├╝nstigeren Nachttarif zu nutzen
  • Ger├Ąte die viel Strom verbrauchen in der Spitzenlastzeit von 7-9 Uhr dagegen ausstellen
  • Stand-by-Betriebe ausschalten
  • tropfende Wasserh├Ąhne und Duschen oder st├Ąndig laufende Toiletten beheben
  • Sch├╝ler und Lehrer auf Spartasten an den WC-Sp├╝lk├Ąsten aufmerksam machen
  • wassersparende Ger├Ąte (Geschirrsp├╝ler oder Waschmaschine) kaufen
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