Projekt BIRKE

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So heißt ein aktuelles Phänologie-Projekt zur Knospung der Birke als Startsignal für den Frühling, zum Klimawandel und zur Artenvielfalt in Wäldern im Gefolge des Pionierbaums Birke. BIRKE wird seit 2000 veranstaltet im Rahmen des GLOBE Germany-Programms. Das Projekt Birke ist 2000 im NRW-Programm "Agenda 21 in der Schule" entwickelt und von der Pädagogischen Leitung von GLOBE Germany auf die Bundesebene ausgedehnt worden. Kooperationspartner sind der Deutsche Wetterdienst, die Naturdetektive und die Humboldt-Universität Berlin (Agrarmeteorologie).Attach:Birke.jpg Δ

Wenn sie an diesem Projekt teilnehmen, können Sie selbst erforschen, wie Vegetation auf das Klima reagiert und Sie bieten darüber hinaus wichtige Informationen, die nötig sind um den globalen Einfluss des Klimas auf die Vegetation zu verstehen.

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass das Laub der Bäume in Ihrer Umgebung zu verschiedenen Zeitpunkten im Frühjahr erscheint?

Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Wetter in jedem Jahr anders ist. Es gibt für diese Varianz zwei Hauptursachen. Erstens wird in gemäßigten Zonen mit kalten Wintern ein Frühjahr mit wärmeren Temperaturen bewirken, dass das Laub früher erscheint als dies in einem Frühjahr mit niedrigeren Temperaturen der Fall ist. Dies bedeutet, dass in wärmeren Jahren auch die Wachstumsperiode länger ist und den Pflanzen mehr Zeit für Photosynthese zur Verfügung steht.

Zweitens beginnen in tropischen Gebieten, in denen es immer warm ist und es eine trockene Jahreszeit gibt, viele Pflanzen dann mit dem Wachstum, wenn genügend Feuchtigkeit zur Verfügung steht. In diesen Gebieten wird der Zeitpunkt des Wachstum durch das Niederschlagsmuster und nicht durch die Temperatur bestimmt. Wenn wir sowohl die Phänologie, als auch das Klima beobachten, können wir diese Hypothese überprüfen. Z.B. wenn wir über viele Jahre hinweg einen Trend zu wärmeren Temperaturen erkennen und gleichzeitig beobachten, dass das Wachstum im Frühjahr eher beginnt, wäre dies ein deutlicher Hinweis, dass die Wachstumsperiode sich ausdehnt, wenn das Klima wärmer wird.

Bevor Sie beginnen, sollten Sie sich das Atmosphären Kapitel im Lehrerhandbuch durchlesen. Vergegenwärtigen Sie sich den Unterschied zwischen Wetter und Klima. Wetter ist das was man heute, morgen oder nächste Woche erlebt. Klima dagegen beschreibt das Wetter über einen längeren Zeitraum. Der Zeitpunkt der Knospung hängt vom Wetter während des Frühjahrs ab. In jedem Jahr ist das Wetter etwas anders. Wenn Sie die Durchschnittstemperaturen und -niederschlagswerte der verschiedenen Jahre miteinander vergleichen, erhalten Sie die jährliche Varianz des Klimas. Nachdem Sie die Daten an Ihrer Schule über mehrere Jahre gesammelt haben, können Sie die Klimadaten mit den Zeitpunkten der Knospung vergleichen. Sie können dann feststellen, ob das Klima sich ändert und wie die Bäume auf diese Änderung reagieren.

Was ist Knospung?

Bei Laubbäumen, Büschen und Sträuchern kann man die Wachstumsperionde durch das Erscheinen des Laubes bzw. das Abfallen des Laubes bestimmen. Knospen sind kleine, harte Schutzstrukturen, welche die Blätter im Kleinformat enthalten. Im Frühjahr öffnen sich die Knospen und die neuen Blätter breiten sich aus. Dieses Öffnen der Knospen bezeichnen wir als Knospung. Diese ist leicht zu erkennen.

Im Herbst werden die Blätter gelb, rot oder orange und fallen z.B. auch von der Pflanze ab. Diese Erscheinungen wie Verfärbung und Abfallen der Blätter sind im Gegensatz zur Knospung allmähliche Prozesse. Weil hier kein spezifisches Ereignis gefunden werden kann, ist es schwierig, ein genaues Datum für das Ende der Wachstumsperiode anzugeben. Bei immergrünen Gewächsen, bei denen sich das ganze Jahr über Blätter am Baum befinden, ist das Ende der Wachstumsperiode noch schwieriger festzustellen. Auch wird in gemäßigten Klimazonen das Ende der Wachstumsperiode durch die Anzahl der Stunden Tageslicht kontrolliert. Da das Tageslicht für einen bestimmten Tag im Jahr immer gleich ist, endet die Wachstumsperiode im Gegensatz zu ihrem Beginn, welcher durch die Temperatur bestimmt wird, regelmäßig. Wir beobachten daher nur den Beginn der Wachstumsperiode, die Knospung.

Protokoll Knospung

Zweck

Die Beobachtung der Knospung an ausgewählten Bäumen am Messort für Biologie, quantitativer Landbedeckung oder an einem zusätzlich für Phänologie bestimmten Messort.

Überblick

Die Knospung ist ein Beispiel für einen phänologischen Zyklus. Der Zeitpunkt der Knospung wird entweder durch die Temperatur oder Feuchtigkeit beeinflusst. Die Beobachtungen können dazu herangezogen werden die regionale und globale Verteilung der Vegetation zu ermitteln, die von Jahr zu Jahr auftretenden Änderungen zu erfassen und die Reaktion der Vegetation auf klimatische Veränderungen untersuchen.

Zeitbedarf

1 Stunde für die Auswahl des Messortes und der Bäume (ohne Anfahrtszeiten)

15 min für die tägliche Begehung (ohne Anfahrtszeiten)

Niveau

Alle

Häufigkeit

Tägliche Besuchen von mindestens einem Schüler mindestens 4 Wochen zu Beginn der Frühjahrs.

Begriffe

Phänologie

Jährliche Varianz

Klimaänderung

Knospung

Inhalte

Auswahl des Messortes

Bestimmung der Baumart

Verwendung von GPS (wenn ein neuer Messort ausgewählt wurde)

Material und Hilfsmittel

Fernglas

Kompass

GPS-Gerät (wenn ein neuer Messort ausgewählt wurde)

50 m Maßband (optional)

Klinometer (optional)

Datenblatt Phänologie

Vorbereitung

Keine

Voraussetzungen

Keine

Wer kann das Protokoll Knospung durchführen?

Sie sollten dieses Protokoll durchzuführen, wenn Sie in einer geeigneten Gegend leben, d.h. in einem Gebiet, in welchem es Bäume gibt. Sowohl Laub- als auch immergrüne Bäume haben Knospen, also können auch beide Typen für die Beobachtung herangezogen werden. Auch bei Strauch- oder Buschvegetation gibt es phänologische Veränderungen. Diese erscheinen aber je nach Art im gleichen Jahr sehr unterschiedlich, so dass eine genaue Beobachtung zuviel Zeit in Anspruch nehmen würde. Wenn Sie in einem tropischen Gebiet leben, mit normalerweise warmen und feuchtem Klima, durchläuft die Vegetation keine großen Veränderungen im Jahresverlauf. In diesem Fall macht es wenig Sinn an diesem Projekt teilzunehmen. Wenn Sie aber in einem Gebiet leben mit einer trockenen Jahreszeit, in welcher die meisten Bäume das Laub verlieren, ist es sehr wichtig, dass Sie mitmachen. Dann leben Sie in einem Teil der Welt über dessen phänologische Veränderungen der Vegetation wir kaum etwas wissen.

Auswahl des Messortes

Es gibt zwei Möglichkeiten für die Auswahl des Messortes. Wenn Sie bereits einen Messort für die biologischen Untersuchungen ausgewählt, die dominanten Spezies bestimmt und 5 einzelne Bäume ausgemessen haben, können Sie diese Bäume für die phänologischen Beobachtungen heranziehen. Das gleiche gilt für den Messort zur quantitativen Bestimmung der Landbedeckung. Falls tägliche Beobachtungen an diesen Messorten schwierig sind, ist es zweckmäßiger eine gesonderte Stelle für die Phänologie auswählen. Da Sie den Messort häufig aufsuchen müssen, macht es Sinn diesen möglichst in Schulnähe oder dort wo Schüler wohnen zu bestimmen. Es wäre optimal, wenn sich auf dem Schulgelände oder einer anderen Stelle in der Nähe der Schule heimische Baumarten finden ließen. Dabei sollten Sie sicherstellen, dass das Gelände weder bewässert noch gedüngt wird. Sie müssten dann eine andere Stelle wählen. Bewässerung und Düngung verändern die phänologischen Zyklen der Pflanzen. Diese Daten wären für die natürliche Vegetation und dessen Verbindung zum lokalen Klima nicht repräsentativ . Bitte denken Sie daran, dass bei Auswahl eines eigenen Phänologiemessortes die geographischen Koordinaten (Länge, Breite und Höhe) bestimmt werden müssen(siehe GPS-Protokoll).

Da die Ergebnisse der phänologischen Beobachtungen im Zusammenhang mit Temperatur- und Niederschlagsdaten stehen, sollte der Untersuchungsort in der Nähe des Messort für Atmosphäre liegen. Die örtliche Topographie kann auch Wetterveränderungen in der nahen Umgebung hervorrufen. Dies betrifft insbesondere Bergregionen. In diesen Gebieten sollte der Abstand zwischen den Messorten für Phänologie und Atmosphäre maximal 2 Km, der Höhenunterschied nicht mehr als 100 m betragen. Auf diese Weise können wir die Atmosphärendaten zur Analyse der Knospung heranziehen. Auf keinen Fall darf der Standort für die Phänologie mehr als 500 m Höhenunterschied zum Atmosphärenmessort betragen. Liegt der Höhenunterschied zwischen 100 m und 500 m können die Temperaturwerte eingesetzt werden, wenn sie mit Hilfe eines Korrekturfaktors angeglichen werden.

Der Einfluss des Niederschlags hängt davon ab, auf welcher Seite eines Hügels, eines Gebirges oder Gewässers (Windschatten oder Windseite) sich ein Ort befindet. Da aber der Einfluss des Niederschlag starken Veränderungen unterliegt, ist es schwierig genaue Korrekturen vorzunehmen. Daher versuchen Sie bitte die Messorte für Atmosphäre und Phänologie auf der gleichen Seite eines großen Hügels, Gebirges oder Sees zu installieren.

Liegt die Schule in einem flachen Gebiet am Land, wird sich das Wetter lokal nicht so stark ändern und der Untersuchungsort für Phänologie kann bis zu 10 Kilometern vom Wetterhäuschen entfernt liegen. In der Nähe von größeren Städten, liegt die Temperatur üblicherweise etwas höher und kann sich auch merklich von Ort zu Ort verändern. Wählen Sie den Untersuchungsort für Phänologie in einem Gebiet aus, in welchem etwa den gleichen Bedingungen wie im Bereich der Wetterstation herrschen. Falls dies nicht möglich ist, sollten Sie ein zusätzliches Wetterhäuschen für die Phänologie aufstellen, das geeignete Daten liefert, um die Knospung entsprechend zu untersuchen.

Auswahl des Baumes

1. Bestimmen Sie am Untersuchungsort für Phänologie die dominante Baumart. Diese ist durch seinen größten Anteil an der Belaubungsdichte gekennzeichnet. Verwenden Sie Ihre Untersuchungsgebiete für die quantitative Landbedeckung oder Biologie, kennen Sie die dominante Baumart bereits. Wenn Sie ein neues Untersuchungsgebiet ausgewählt haben, untersuchen Sie die Über-Kopf-Belaubung und schätzen Sie ab, welche Baumart den größten Beitrag dazu leistet oder leisten würde, wenn die Blätter voll entwickelt wären. Gibt es zwei Baumarten, die mehr oder weniger gleich dominant sind, wählen Sie eine der beiden aus und vermerken Sie dies unter "Zusatzinformationen/Kommentare" auf dem Eingabeformular. Für die permanente Beobachtung werden zwei größere Bäume ausgewählt, welche als "Baum 1" und "Baum 2" markiert werden. Pflanzen die unter den Bäumen wachsen, der sogenannte Unterbewuchs, haben einen anderen phänologischen Zyklus. Da wir versuchen eine Verbindung zwischen Klima und den dominanten Vegetationsarten herzustellen, betrachten wir die Pflanzen des Unterbewuchses nicht weiter, aber vielleicht sind Sie daran interessiert auch von diesen Pflanzen den Zeitpunkt der Knospung festzuhalten und schulintern auszuwerten.

Die Bäume sollten zugänglich sein und Sie sollten in der Lage sein, die einzelnen Knospen zu sehen. Wählen Sie keinen Baum, dessen niedrigste Zweige mehrere Meter über dem Boden liegen. Lässt sich jedoch kein Baum mit niedrigen Zweigen finden, verwenden Sie ein Fernglas, um die Knospen zu untersuchen.

Stirbt ein Baum im Beobachtungszeitraum ab oder wird gefällt, wählen Sie einen anderen Baum der gleichen Art aus und bezeichnen diesen mit "Baum 3". Halten Sie die ungefähre Höhe der Zweige und die veränderte Baumauswahl als "Zusatzinformationen" auf dem Server fest.

Wählen Sie heimische Baumarten aus. Baumarten, die nicht zur heimischen Vegetation gehören, sogenannte Exoten, haben andere phänologische Zyklen, die nicht unbedingt eine Verbindung zu lokalen Klima erkennen lassen. Obstbäume sind ein klassisches Beispiel. Vielleicht haben Sie schon einmal gehört, dass Frost am Ende des Frühjahrs ganze Fruchtbestände einer Region zerstört hat. Häufig liegt der Grund in der mangelnden Anpassung der Exoten an das lokale Klima. Wenn Sie unsicher sind, ob eine Pflanze eine heimische Art ist, fragen Sie Ihren Lehrer, bei Gärtnereien, landwirtschaftlichen Stellen oder die Fachleute an den Universitäten.

2. Wählen Sie für die fortlaufende Beobachtung an jedem Baum zwei Zweige aus, die nach Süden zeigen, wenn Sie auf der Nordhalbkugel leben bzw. nach Norden zeigen, wenn Sie auf der Südhalbkugel leben. Überprüfen Sie die genaue Richtung der Zweige mit dem Kompass. Die Knospung kann am gleichen Baum zu unterschiedlichen Zeiten erfolgen. Daher ist es wichtig, dass Sie in jedem Jahr die selben Zweige des ausgewählten Bäume untersuchen. Wählen sie Zweige aus, die gesund und relativ ausladend sind. Für diese ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie absterben oder abbrechen relativ gering. Markieren Sie die Zweige mit einem farbigen Klebeband oder benutzen Sie eine andere dauerhafte Methode. Ein Zweig pro Baum wird mit "a" gekennzeichnet, der andere mit "b". Damit haben Sie insgesamt 4 Zweige ausgewählt: "Baum 1 Zweig a", "Baum 1 Zweig b", "Baum 2 Zweig a", "Baum 2 Zweig b". Stirbt oder bricht einer dieser Zweige während der Beobachtungszeit ab, wählen Sie einen neuen nach Süden weisenden Zweig des selben Baumes aus. Kennzeichnen Sie den neuen Zweig mit dem nächsten Buchstaben im Alphabet (z.B. Zweig c). Notieren Sie alle Veränderungen als Zusatzinformationen (Metadata).

3. Notieren Sie Art und Spezies der ausgewählten Bäume. Auch die optionale Bestimmung von Baumhöhe und -umfang, wie es im Biometrie Protokoll beschrieben ist, kann weitere Informationen liefern.

Beobachten der Knospung

1. Da die Knospung jedes Jahr unterschiedlich abläuft, beginnen Sie mit Ihren Beobachtungen vor dem Durchschnittsdatum der Knospung. Fragen Sie den Biologielehrer oder einen anderen Fachkundigen. Sie können sich auch an lokale Gartenbauvereine oder den Biologischen Fakultäten der Universitäten wenden. Das Datum muss nicht exakt sein, es geht nur darum, wann im Durchschnitt die Blätter der Bäume in Erscheinung treten.

2. Wählen Sie im Frühjahr, mindestens 2 Wochen vor dem Durchschnittsdatum, mit den Schülern die Zweige aus, die sich beobachten werden.

3. Besuchen Sie den Messort täglich. Betrachten Sie die Knospen am Ende des Zweiges. Ähnlich wie bei der Auswahl der Zweige, sollten Sie die Knospen stets an der selben Stelle des Zweiges beobachten. Sind bereits Knospen aufgebrochen? Können Sie Anzeichen von kleinen Blättern innerhalb er Knospe erkennen? Wenn Sie diese beiden Fragen mit ja beantworten können, notieren Sie das Datum auf dem Arbeitsblatt. Versuchen Sie die ersten Anzeichen der Knospung zu erkennen. Dabei macht es nichts, wenn nicht alle Knospen offen sind. Notieren Sie das Datum für die Knospung aller vier Zweige.

4. Es ist wichtig, dass der Messort solange täglich aufgesucht wird, bis die Knospung erfolgt ist. Über zwei bis vier Wochen hinweg, ist dies für eine einzelne Person nicht zumutbar. Teilen Sie daher die Verantwortung zwischen mehreren Schülern auf. So ist die Wahrscheinlichkeit für eine kontinuierliche Beobachtung größer. Falls eine Begleitung durch erwachsene Personen nötig ist, stellen Sie mit Eltern und anderen Erwachsenen einen Plan auf.

Das letzte Beobachtungsdatum, vor der Knospung gibt an, wieviel Tage ohne Beobachtung (falls überhaupt Tage fehlen) der Knospung vorangegangen sind. Somit ist der Zeitraum bekannt, in dem die Knospung stattgefunden hat.

Leben Sie in einem Gebiet in welchem noch Schnee liegt?

Wenn Sie die Frage mit ja beantworten, wird eine weitere Bestimmung für die Analyse Ihrer Knospungsdaten benötigt. Diese Zusatzbestimmung ist schnell und einfach durchzuführen. Es ist die Bestimmung des Wasseräquivalents der Gesamtschneedecke. Derzeit wird bei den Untersuchungen für Atmosphäre/Klima das Wasseräquivalent für festen Niederschlag durchgeführt. Es wird der Neuschnee untersucht. Im Protokoll für die Gesamtschneedecke, messen Sie das Wasseräquivalent der gesamten Schneesäule, d.h. nicht nur des Schnees auf dem Schneebrett, sondern des Schnees bis ganz hinunter zum Erdboden.

Wie verwenden die Wissenschaftler diese Daten?

Auch wenn der Zeitpunkt der Knospung jedes Jahr ein anderer ist, erfolgt die Knospung immer dann, wenn die Bäume ganz bestimmte Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen wahrnehmen. Mit anderen Worten, die Bäume reagieren auf die direkte Umgebung und nicht auf ein gewisses Datum im Kalender. Die Art der Bedingungen, welche die Bäume an einem Ort benötigen, bleiben über Jahre hinweg weitgehend unverändert. Ihre Beobachtungen zur Knospung zusammen mit Temperatur- und Niederschlagsdaten im Zeitverlauf können helfen folgende Ziele zu vervollständigen:

  • jährlich eine Karte der Knospung für alle Kontinente erstellen
  • ein Muster für das Wetter aufstellen, welches die Phänologie in der ganzen Welt kontrolliert
  • Karten von allen Regionen der Erde erstellen, die zeigen, in welchen Bereichen die Wachstumsperiode von der Temperatur und wo sie von der Feuchtigkeit kontrolliert wird
  • ein besseres Verständnis für Reaktion der globalen Vegetation auf die jährlichen Klimaschwankungen entwickeln
  • GLOBE Daten mit Satellitenbildern vergleichen

Hier finden Sie das Arbeitsblatt Knospung zum Ausfüllen.

Seite zuletzt geändert am 09.04.2006 17:08 Uhr · Seitenaufrufe: 2134