Erstmals kam es Mitte der 70er Jahre zu Überlegungen, das Konzept Community Education fĂŒr Randgruppen in der Schule und Jugendarbeit zu nutzen.
Community Education wurde als ein Art „KonfliktpĂ€dagogik“ angesehen, die in Problembezirken mit hoher sozialer Problemlage, wie zum Beispiel Berlin- Kreuzberg oder Stadtvierteln im Ruhrgebietsmetropolen benutzt werden sollte.
Das hatte zur Folge, dass Community Education nur begrenzt eingesetzt wurde.
In erster Linie waren es Grund- und/oder Hauptschulen mit einem ĂŒberdurchschnittlichen hohen Anteil an sozial beachteiligen bzw. auslĂ€ndischen SchĂŒler und SchĂŒlerinnen
Aber auch in Bereichen der Sozialarbeit und Gemeinwesenarbeit, wie zum Beispiel mit arbeitslosen Jugendlichen oder in sozialen Brennpunktgebieten.
Erst Anfang der 80er Jahre kam es zu einer VerÀnderung des Begriffes Community Education.
In NRW kam es zur Einrichtung des Modellversuchs „Regionale Arbeitsstellen zur Förderung auslĂ€ndischer Kinder und Jugendlicher“ (RAA).
Im Herbst 1980 nahmen die RAAs in 8 StÀdten NRWs erstmalig ihre Arbeit auf.
Dabei wollten sie der Konzeption und den AnsÀtzen der Community Education in England folgen, welche eine Verbindung zur interkultureller Arbeit in der Schule, stadtteilorientierter Arbeit im Gemeinwesen, Elternarbeit und Erwachsenenbildung anstrebten.
Dadurch erweiterten sich die Handlungsfelder der Community Education, denn die Gemeinwesenarbeit, die Stadtkulturarbeit, die Erwachsenenbildung die Arbeit mit Eltern wurde zur schulbezogenen Arbeit und zur außerschulischen Jugendarbeit, obwohl der Schwerpunkt der RAA in der Arbeit mit den auslĂ€ndischen Kindern und Jugendlichen und deren Familien lag.
Schließlich wurde 1984 der „Verein zur Förderung von Community Education“ (COMED e.V.) in der BRD und Berlin (West) gegrĂŒndet. Dadurch erreicht das Konzept Community Education eine neue Form der „Institutionalisierung „
Der Verein COMED setzte sich zum Ziel, Community Education als Bildungskonzept weiterzuentwickeln, neu Handlungsfelder fĂŒr die Praxis zu erschließen und die Diskussion um und ĂŒber C. E. in eine breite bildungspolitische Öffentlichkeit zu tragen.
Mit Hilfe des Vereins konnte das Bild der Community Education von einer „Konflikt- und ProblemlösepĂ€dagogik verĂ€ndert werden.


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