StadtNatur - allgemeine Infos

Was ist StadtNatur?

Eine kurze Antwort der deutschen Umwelthilfe:

Artenreichtum in der Stadt?

Der Begriff „Stadt“ wird oft mehr mit dem Grau von Gebäuden assoziiert als mit dem Grün der Natur. Dabei gilt das Stadtgebiet von Berlin als der artenreichste Raum Deutschlands. Das mag verwundern. Führt man sich jedoch vor Augen, wie vielfältig die Lebensraumtypen sind, die hier auf verhältnismäßig kleiner Fläche vorkommen, erklärt sich die hohe Artenzahl. Durch die Vielfalt der Nutzungen gibt es verschiedenste Lebensräume, in denen oft auch seltene Arten vorkommen. So gibt es zum Beispiel extrem magere und trockene Standorte, die in der freien Natur kaum noch existieren: Alte Mauern bieten Lebensräume für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Auf innerstädtischen Brachflächen gibt es die vielfältigsten Möglichkeiten für Artenreichtum in der Stadt.
Auch auf den gepflegten städtischen Grünflächen muss es nicht nur artenarmen Scherrasen geben. In Parks können durchaus vielseitige Lebensräume für Pflanzen und Tiere entstehen.

Mehr Natur im städtischen Grün

Städtische Grünflächen erfüllen viele Funktionen, welche die Lebensqualität in der Stadt verbessern: Sie regulieren das Stadtklima und sind Orte für Freizeit und Erholung. Sie sind ein bedeutender Standortfaktor für die Attraktivität einer Stadt. Darüber hinaus können sie aber auch Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren sein. Letzteres ist nicht zuletzt abhängig von der Art und Qualität der Grünflächenpflege.

Wildblumen sind bei Teilen der Bevölkerung leider noch immer umstritten, da sie als „Unkraut“ wahrgenommen werden. Diese Perspektive kann sich ändern, wenn der Nutzen naturnaher Grünflächenpflege erkannt wird:

  • Für Pflanzen- und Tierarten wird Lebensraum geschaffen bzw. erhalten. Extensiv gepflegte Wiesen können sogar für heute in ihrem Bestand bedrohte Arten ein Zuhause bieten.
  • Für Stadtmenschen ergibt sich die Gelegenheit, ursprüngliche Natur zu erleben und zu erkunden.
  • Der Verzicht auf Dünger und Pestizide verringert die Grundwasserbelastung und reduziert Kosten.
  • Im Sommer reguliert eine blütenreiche Wiese das Stadtklima viel wirkungsvoller als ein kurz geschnittener Rasen.

Quelle - s. auch Grün in der Stadt

Thesen zur Zukunft des urbanen Naturschutzes - Beispiel Berlin

Weltweit schreitet die Urbanisierung ungebrochen voran. Damit steigt die Verantwortung von Städten für die Bewahrung von Biodiversität außerhalb wie innerhalb der Stadtgrenzen. Das gilt besonders für Berlin als größter Metropole Deutschlands und Stadt mit der reichsten Naturausstattung. In Berlin besteht die große Chance zu zeigen, wie die Entwicklung einer attraktiven Stadtregion mit der Bewahrung und Förderung von Natur zu verbinden ist – und welche Anstrengungen hierfür nötig sind ( Download)


Kleine Literaturliste

Hier können Sie eine Literaturliste zum Agenda-Thema "StadtNatur" downloaden:

Diese Liste wird Anfang 2011 erheblich erweitert!

Mehr Informationen zu den angegebenen Werken und weitere Literatur finden Sie auf

http://www.bne-literatur.d

Biologische Vielfalt und Städte - Übersicht und Bibliographie

Download des 135 S. umfassenden Textes von Peter Werner und Rudolf Zahner (BfN, 2009).

„Die neuen Mitbürger“

Kompetenznetzwerk Stadtökologie

Das Kompetenznetzwerk Stadtökologie ist ein offenes Netzwerk aus Institutionen beziehungsweise Personen von Universitäten, Fachhochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Landesanstalten für Umwelt und sonstigen Einrichtungen, welches das Ziel verfolgt, die stadtökologische Forschung in Deutschland weiter zu entwickeln. Es gibt dort eigene Publikationen, ins besondere zu Perspektiven und Bedeutung von Stadtnatur für die Stadtentwicklung.

Ausstellung StadtNatur – NaturStadt

Begleiheft des BfN zur Ausstellung Ausstellung StadtNatur – NaturStadt genannt (Quelle: http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/themen/siedlung/stadtnatur.pdf)

Begrünt die Stadt!

... so lautet der Aufruf der so genannten Guerilla Gärtner. Auf ihrem Internetportal geben sie praktische Tipps, wie jeder von uns seine Stadt ein wenig grüner werden lassen kann. Dieses könne zum Beispiel durch die Pflege von verwaisten Pflanzen, durch das Anbringen von Moosgraffiti oder etwa durch das Verteilen von Samenbomben realisiert werden. Ob die grüne Rückeroberung von öffentlichem Raum mit Hacke und Spaten vollkommen legal ist, bleibt allerdings fraglich! Ein weiteres sehr informatives Portal zu diesem Thema bieten die Grüne Welle an. Neben vielen praktischen Tipps findet man hier auch ein Forum, in welchem man sich mit Gleichgesinnten austauschen kann. Einen noch tieferen Einblick in die Möglichkeiten und Hintergründe des Guerilla Gardenings erhält man durch die Masterarbeit von Julia Jahnke: Eine Bestandsaufnahme zum globalen Phänomen Guerrilla Gardening.

Neue Ästhetik und Strategien für die Stadtlandschaft

lautet der Titel eines Kongesses in Frankfurt am Main am 3. September 2010. Anlass: Der Frankfurter Grüngürtel wird 20, der dortige Regionalpark 15 Jahre alt. "Der Kongress soll eine fachliche Diskussion der neuen Strategien und Leitbilder in Gang bringen, die in der weiteren Fortentwicklung auf eine breite Beteiligung in der Bevölkerung setzt", heißt es in der Veranstaltungsankündigung. Mehr unter: http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=3066&_ffmpar[_id_inhalt]=7118506

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