Leitbilder und Grundsätze

Allgemeine Orientierung für die seit 1995 kontinuierlich geleistete Servicearbeit an Osnabrücker Schulen mit bestimmten inhaltlichen Schwerpunkten liefern die allgemeinen Zielsetzungen des Vereins im Bereich Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Speziell werden folgende Grundsätze einer umweltfreundlichen und nachhaltigkeitsorientierten Schule berücksichtigt, die schwerpunktmäßig 3-4 Dimensionen der BNE abdecken und einigen Teilkompetenzen der Gestaltungskompetenz von BNE entsprechen (s.u. Leitbild BNE):

Lernen durch Handeln

Kinder "begreifen" ihre Umwelt mit allen Sinnen - hören, sehen, riechen, schmecken und bewegen sich in ihr. Solche unmittelbaren Erfahrungen sind meist intensiver und länger anhaltend als Bücherwissen.

Umweltzusammenhänge werden entsprechend kindgerecht durch "Aktionsangebote" vermittelt: Zum Beispiel veranschaulicht "Papierschöpfen" das Prinzip des Recyclings, und auf dem "Energiefahrrad" können die Kinder im Wortsinn "erfahren", welche Energiemengen die Stromerzeugung kostet.


Schule als Gestaltungsraum

Die unmittelbare Umwelt der Osnabrücker Kinder und Jugendlichen ist die Stadt, der Stadtteil, vor allem aber die eigene Schule. Wo, wenn nicht hier, sollen sie umweltverantwortliches Handeln erfahren, entwickeln und umsetzen? Das setzt eine Bereitschaft der Schulen zur Veränderung voraus - Eine große Herausforderung und zugleich eine Chance. Das Pilotprojekt der "Energiesparschulen" oder auch die "Aktion Minusmüll" sind Beispiele für gelungene Umgestaltungsprozesse an Osnabrücker Schulen.


Wirkung über die Schule hinaus

Um die ökologische und nachhaltigkeitsorientierte Umgestaltung einer Schule zum Erfolg zu führen, sind Erfahrungen und Ideen von außen oft notwendig und hilfreich, zum Beispiel die aktive Kooperation städtischer Dienststellen oder die Mithilfe engagierter Eltern. Auf diese Weise kann ein erfolgreiches Projekt auch außerhalb der Schule zum Handeln anregen - ein Effekt, der sich mit guter Öffentlichkeitsarbeit noch verstärken lässt.


Pädagogische Umweltberatung und Bildung für nachhaltige Entwicklung als Leitbild

Die Arbeit der Pädagogischen Umweltberatung bezieht sich auf vor allem auf folgende Dimensionen der Nachhaltigen Entwicklung:

  • Ökologie
  • Ökonomie
  • Partizipation
  • Bildung.

Dies wird hier exemplarisch an folgendem primären inhaltlichen Handlungsfeld konkretisiert:

Handlungsfeld: Abfall, Recycling, Vermeidung und Verminderung von Müll.

Die Angebote, Projekte und die Beratungsarbeit mit inhaltlichem Schwerpunkt „Abfall“ vermitteln Schülern und Lehrern praxisnah und handlungsorientiert wichtige Inhalte zur Müllvermeidung, Müllverminderung, Mülltrennung und Müllentsorgung im schulischen Alltag.

Darüber hinaus lernt die ganze Schulgemeinschaft d.h. SchülerInnen, LehrerInnen, Verwaltungskräfte, Hausmeister und Reinigungspersonal gemeinsam täglich im Schulalltag aktiv zu werden, um natürliche Ressourcen zu schonen und Wertstoffe in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen. Insgesamt betrifft dies vor allem die ökologische, ökonomische und partizipatorische Dimension und hat zentrale und wirksame pädagogische Funktion.

Durch die Müllprojekte als Bildungsprojekte werden insbesondere folgende Teilkompetenzen der Gestaltungskompetenz von BNE bei der Projektteilnehmenden gefördert:

  • Vorausschauend denken und handeln
  • Gemeinsam mit anderen planen und handeln können
  • An Entscheidungsprozessen partizipieren können
  • Andere motivieren können, aktiv zu werden
  • Sich motivieren können, aktiv zu werden.

Implizit spielt gerade bei dem Thema "Umgang mit dem Abfall" auch die sozio-kulturelle Dimension nachhaltiger Entwicklung eine wichtige Rolle hinsichtlich Wahrnehmnung und Steuerung des tatsächlichen Verhaltens.

Wer Grundlagenliteratur zu BNE sucht, wird in unserer Online-Literaturdatenbank BNELIT fündig!


Umweltfreundliche Schulen - Agenda-Schulen

Vorbild war zunächst das Modell "umweltfreundliche Schulen", ab etwa 2000 zunehmend das in Richtung Nachhaltige Entwicklung erweiterte Modell (z.B. der Agenda-Schulen), für die es bundesweit viele Beispiele und Netzwerke gibt, z.B.:

Umweltschule in Europa zielt auf die Entwicklung umweltverträglicher Schulen und die Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Jede Schule, die ein selbstentwickeltes Konzept zur Verbesserung ihrer Umweltverträglichkeit erfolgreich umsetzen konnte, kann die Auszeichnung erhalten.


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