Osnabrücker Schulen sparen Energie!

Ein Pilotprojekt des Schulverwaltungsamtes in Kooperation mit dem Hochbauamt und der Pädagogischen Umweltberatung an Schulen.

Allgemeine Informationen

Welche Schulen sind Energiesparschulen?

Vier Osnabrücker Schulen nehmen seit Beginn des Jahres 1997 an dem Projekt teil: Das Ratsgymnasium, die Gesamtschule Schinkel, die berufsbildende Schule Schölerberg sowie die Franz-Hecker - Grundschule. In diesem Pilotprojekt ist also von verschiedenen Schultypen je eine Schule vertreten.

Wie soll gespart werden?

Jede dieser Schulen unterzeichnete zu Jahresbeginn eine vertragliche Vereinbarung mit dem Schulverwaltungsamt: Die Schulen versuchen während des Jahres, ihren Energie- und Wasserverbrauch gegenüber dem Vorjahr zu senken, und zwar in erster Linie durch einen bewußteren und sparsameren Umgang der Schüler und Lehrer mit Heizenergie und Wasser. Konkret bedeutet das zum Beispiel: Licht ausmachen, wo es unnötig brennt, Räume nicht überheizen, sinnvoll lüften, keine Geräte über Nacht im Standby Betrieb lassen und so weiter. Solche Aktivitäten beruhen auf Einsicht und Verhaltensänderung, Geld wird dafür kaum benötigt. Deshalb spricht man hier auch von nichtinvestiven Maßnahmen.

Bild: Schüler und Schülerinnen des Ratsgymnasiums entwarfen diesen Aufkleber (Originalgröße ca. 18 cm Durchmesser) zum Energiesparen.

Sie erfordern ständiges Mitdenken: Wo verbrauchen wir hier täglich Energie? Welche Einsparmöglichkeiten haben wir? Haben wir schon alle möglichen Potentiale ausgeschöpft? Kreativität und Ideenreichtum sind gefragt, sowie ein grundsätzliches Verständnis von Energieerzeugung und Energieverbrauch. Deshalb haben sich an den Schulen Energiespar-AGs zusammengefunden, die sich sowohl um die Durchführung der Sparmaßnahmen an der eigenen Schule kümmern als auch ihre Mitschüler und Kollegen informieren und zum Mitmachen bewegen. Eines der Ziele ist, daß sich jede/r an der Schule intensiv mit dem Energiesparen auseinandersetzt und dann im Idealfall die Erfahrungen und Erkenntnisse auch außerhalb der Schule anwendet - in den Familien, im eigenen Haushalt, in der zukünftigen Lehr- und Ausbildungsstätte. Diese Effekte lassen sich nicht unmittelbar finanziell umrechnen, zahlen sich aber mittel- und langfristig - vor allem für die Umwelt - aus!

Was hat die Schule davon?

Wenn es klappt und wirklich Geld eingespart wird, zahlt das Schulverwaltungsamt als Gegenleistung einen Großteil der eingesparten Beträge an die Schulen zurück, und zwar wird die eingesparte Gesamtsumme nach folgendem Schlüssel aufgeteilt: 40% zur freien Verfügung zurück an die Schule. 35 % zurück an die Schule zur zweckgebundenen Verwendung für weitere Energiesparmaßnahmen. 25% gehen zur Haushaltsentlastung an die Stadt.

Wie läuft das Projekt?

Bisher sind die ersten Zwischenergebnisse sehr ermutigend und erfolgversprechend. Jede eingesparte kWh Strom bedeutet für Osnabrück 0,864 kg weniger CO2, jede eingesparte kWh Heizenergie erspart der Umwelt 0,2 kg CO2. Das klingt nach wenig, aber die zahlreichen kleinen Maßnahmen und Einsparungserfolge addieren sich schnell zu beeindruckenden Summen auf:

Bereits im ersten Jahr 1997 sparten die 4 Schulen insgesamt über 350 Tonnen Kohlendioxid ein. Wer sich darunter nichts vorstellen kann: 350 Tonnen Kohlendioxid entsprechen der Menge, die eine Waldfläche von 44 ha pro Jahr an CO2 aufnehmen kann. Wem auch das noch nicht anschaulich genug ist, überzeugt vielleicht die Umrechnung in Mark und Pfennig: Die eingesparten Energie- und Wasserkosten belaufen sich für das Jahr 1997 insgesamt auf über 92000 DM.


Die Energiesparschulen stellen ihre Projekte vor:

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