PAPIERSCHÖPFEN IM KLASSENZIMMER

Das Papierschöpfen versteht sich als Teil einer handlungsorientierten Umweltpädagogik. Schülerinnen und Schüler „begreifen“ im Sinne des Wortes auf spielerische Weise, dass die Herstellung von Papier Energie, Holz und Wasser verbraucht. Übergeordnetes Ziel ist der nachhaltige Umgang mit unseren Rohstoffen.

Inhalt:

Papierschöpfen ist das eigenhändige Herstellen von Umweltschutzpapier aus vorher gesammelten Altpapier. Das Angebot lässt sich gut in die Behandlung der Themen Müllvermeidung/Recycling integrieren, ist aber auch für Projekttage geeignet.

Die Schülerinnen und Schüler können:

  • etwas über Papierherstellung früher und heute erfahren
  • aus alten Tageszeitungen und anderen „Wegwerf-Materialien“ (Papierschnipsel, Schmierblätter, Eierkartons, Zellstoffservietten) ihr handgeschöpftes Papier herstellen
  • das Papier mit Naturmaterial (gepresste Blätter, Blüten) oder Allerweltsdingen (Konfetti, Büroklammern, Spitzerabfälle) verzieren, dekorieren, strukturieren
  • aus dem Papier schöne Dinge fertigen, z. B. Grußkarten, kleine gebundene Hefte, Lesezeichen, Wandschmuck
  • lernen, wie Schöpfrahmen gebaut werden

Zielgruppe:

Das Angebot eignet sich besonders für die Jahrgangsstufen 1-6, ist aber auch bei älteren Schülerinnen und Schülern sehr beliebt, denn die gestalterischen Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Durchführung:

Das Papierschöpfen findet unter Anleitung der Pädagogischen Umweltberatung statt. Bei Grundschulkindern ist die Mithilfe der Lehrkraft unbedingt erforderlich! Für die Aktion sind ca. 3 Unterrichtsstunden zu kalkulieren. Die Ausrüstung (Schöpfrahmen, Mixstäbe, Wannen etc.) wird von der Pädagogischen Umweltberatung gestellt. Vor dem praktischen Teil findet eine Einführung in den Themenkreis Papierherstellung / Papiersorten / Recycling / Umweltbelastung statt (Länge je nach Interessenlage und Vorwissen).

Einige Hinweise zur Vorbereitung und Durchführung der Aktion:

  • Am Vortag muss das gesammelte Altpapier (ca. 1 Tageszeitung pro 4 SchülerInnen) in Stückchen zerrissen und in einem Eimer mit lauwarmem Wasser über Nacht zum Einweichen gestellt werden.
  • Das Papierschöpfen ist eine nasse Angelegenheit, ein Raum mit einem Teppichboden ist dafür nicht geeignet!
  • Die Schülerinnen uns Schüler sollten beim Schöpfen einen Kittel oder ältere Kleidung tragen.
  • Als Gautschunterlage (auf die die frisch geschöpften Papierbogen vom Sieb gegautscht, d. h. abgedrückt werden) benötigen SchülerInnen Zeitungspapier (1-2 Zeitungen pro Schüler).
  • Schon beim Schöpfvorgang kann in das Papier Dekorationsmaterial eingearbeitet werden: gepresste Blumen, Blätter, Zwiebelschalen, Gräser, Spitzerabfälle, Wollfäden, Konfetti, bunte Bänder, Büroklammern und vieles mehr was gerade im Klassenzimmer zur Verfügung steht.
  • Das geschöpfte Papier muss zum Trocknen aufgehängt werden. Denken Sie an eine Wäscheleine oder einen Wäscheständer und genügend Wäscheklammern.
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