Wasser in Osnabrück

Vergin, Ute: Woher kommt es – wohin geht es?

Wasser in Osnabrück


Osnabrücker Hefte zur Stadtökologie
Mit einem Nachwort von Dr. Gerhard Becker

Herausgegeben vom Verein für Ökologie und Umweltbildung Osnabrück e.V.
Mit finanzieller Unterstützung des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land e.V.
1. Auflage, Osnabrück 1998
Selbstverlag: Verein für Ökologie und Umweltbildung Osnabrück e.V., Uhlandstraße 13 , 49074 Osnabrück

erhältlich im NUSO-Büro

Inhaltsverzeichnis

WOHER KOMMT ES – WOHIN GEHT ES? 7

Aus der wasserleitungslosen Zeit

Die Ausnahme: eine erste Wasserleitung 11

Die Katastrophe: Cholera in der Stadt – Teil 1 11

Osnabrück ohne Kanalisation 13

Das alte Grabensystem in der Stadt Osnabrück 17

Mit dem Wachstum der Stadt kollabiert das alte

Entwässerungssystem 19

Ein Blick in die Altstadt 23

Cholera in der Stadt – Teil 2 24

Die Folgen der Cholera: städtehygienische Maßnahmen 26

Eine Wasserleitung für Osnabrück! 27

Trinkwasser aus dem Schinkel 31

Wat de Buur nich kennt ... 36

Das Wasser wird knapp 37

Der Bau von neuen Wasserwerken 37

Die Qualität des Wassers 40

Wenn sich der Grundwasserspiegel senkt 43

Wohin nur mit den flüssigen Abfällen? 44

Endlich ein Klärwerk! 46

Wegen der Abwässer: Die Eingemeindung des Schinkels 48

Zurück zum Klärwerk 49

Stadtrundgang 57

Die Osnabrücker Wasser-Agenda - Ein Nachwort 60

In eigener Sache: NUSO und das Umweltgeschichtliche Archiv

zur Stadt Osnabrück 64

ANHANG

Abbildungsverzeichnis 68

Quellen- und Literaturverzeichnis 69

Anmerkungen 70

Einleitung

Jede Stadt hat ihre eigene typische Geschichte, die sich in vielen Bereichen von der Geschichte anderer Städte abhebt.[i] Lange Zeit war es üblich, unter „Geschichte“ stets die politische oder wirtschaftlich/ soziale Geschichte eines Staates, einer Stadt oder einer bestimmten Menschengruppe etc. zu verstehen. Es ist noch nicht sehr lange her, daß erstmals auch von „Umweltgeschichte“ gesprochen und damit der Bereich der Historie erweitert wurde. Dabei ist Umweltgeschichte nicht unbedingt eine „neue“ Geschichte. Neu ist allerdings die Art und Weise, wie Vorgänge der Vergangenheit betrachtet werden. Und größtenteils neu sind die Inhalte, die zum Forschungsgegenstand werden, zum Beispiel die Geschichte ei­nes Flusses[ii] oder, wie hier, die Geschich­te der Wasserver- und entsorgung in Osnabrück. Aber nicht nur diese anderen Inhalte stehen im Vordergrund, sondern die stete Auseinandersetzung der Menschen mit ihrer Umwelt. Informationen über das „Ge­stern“ der eigenen Umwelt geben Er­klä­rungsmöglichkeiten für den heutigen Zustand und regen an, das „Heu­te“ zu beobachten, zu analysieren, zu bewerten und sich gegebenfalls Gedanken darüber zu machen, was verändert oder verbessert werden könnte. So bietet Geschichte die Möglichkeit, über die Gegenwart hinaus zukunftsorientiert zu denken. Und da sich das Projekt NUSO mit städtökologischen Fragen beschäftigt, steht bei unserer Arbeit natürlich die Stadt Osnabrück im Vordergrund.

Inhaltsschwerpunkt dieses Buches aus der Reihe „Osnabrücker Hefte zur Stadtökologie“ ist die Frage, wie es sich in Osnabrück lebte, als es die heute so selbstverständlichen Einrichtungen wie Wasserleitung, Kanalisation und Klärwerk noch nicht gab. Lebensqualität, Gesundheit bzw. Krankheiten standen damit in engem Zusammenhang. Weiter wird beschrieben, welche dramatischen Ereig­nisse letztendlich dazu führten, daß diese aus städtehygienischer Sicht so sehr notwendigen Errungenschaften in Osnabrück Einzug halten konnten. Schließ­­lich wird auch kurz berichtet, wie es heute in Osnabrück aussieht.

Insgesamt wurden für dieses Buch mehr als 1.500 Zeitungsartikel aus dem Zeitraum seit 1850 gesichtet und ausgewertet, damit ein anschauliches Bild entstehen konnte.

Die kurze Beschreibung eines „Wasser-Stadtrundganges“ soll aufzeigen, wo man sich in Osnabrück selbst ein Bild von vergangenen und gegenwärtigen Verhältnissen machen kann.

Im Nachwort von Dr. Gerhard Becker wird der enge historische Rahmen auf die aktuellen und akuten Problematiken der Gegenwart und der Zukunft ausgedehnt, wobei der Agenda 21 eine große Rolle zukommt.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei all denen bedanken, die bei den Recherchen und der Ausführung so freundlich geholfen haben, vor allem Herrn Schultze von den Stadtwerken Osnabrück. Er stellte zahlreiches Bild­material zur Verfügung, ermöglichte eine Besichtigung des Wasserwerkes Wittefeld und hatte sehr viel Zeit für uns. Ferner bedanke ich mich bei Herrn Rahe vom Umweltamt der Stadt Osnabrück für die überlassenen Fotografien. Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei Herrn Günter Terhalle, Mitglied des Vereins für Ökologie und Umweltbildung Osnabrück e.V. und langjähriger NUSO-Mitarbeiter, für seine tatkräftige Hilfe und Unterstützung, auch für seinen anteilnehmenden Trost, wenn wieder einmal der Rechner abgestürzt war!

Ute Vergin, April 1998


[i] So hat es zum Beispiel die Laischaften nur in Osnabrück gegeben

[ii] seit Oktober 1997 auf dem Markt: Vergin, Ute, Mein Name ist Hase – und ich bin ein Problem. Eine Reise durch die Geschichte des Osnabrücker Stadtflusses, Osnabrück 1997

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